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Wirtschaft

Währungsfonds hofft auf Ende der Krise

Der Internationale Währungsfonds IWF zeigt sich zuversichtlich, dass die Wirtschaftskrise einem Ende entgegensteuert. Auf ihrer Frühjahrstagung suchte die Organisation Strategien für die Zeit nach der Krise.

Logo des Internationalen Währungsfonds

Während etliche Staaten noch gegen die akuten Auswirkungen der Krise kämpfen, sorgt sich der Währungsfonds bereits um die Zeit danach. Die von der Krise betroffenen Länder müssten glaubhafte Szenarien entwickeln, aus den umfangreichen staatlichen Hilfsprogrammen auszusteigen, sobald die Krise abklingt, heißt es in einer Erklärung des IWF-Lenkungsausschusses. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sagte nach der Sitzung in Washington, es müsse klar sein, was in drei oder vier Jahren geschehe. "Es müssen sobald wie möglich Ausstiegsstrategien angegangen werden", sagte Strauss-Kahn am Samstag (25.04.2009) bei der Frühjahrstagung von Währungsfonds und Weltbank in Washington.

Sorge vor hoher Inflation nach der Krise

IWF-Chef Strauss-Kahn (rechts) und Lenkungsausschuss-Chef Boutros-Ghali auf der Frühjahrstagung in Washington (Foto: AP)

Geben sich optimistisch: Strauss-Kahn (rechts) und Boutros-Ghali (Mitte)

Hintergrund ist die Furcht vor einer ausufernden Inflation durch die gigantischen Konjunkturprogramme, wenn sich die Krise legt. Dann sollten die Staaten wieder zur Haushaltsdisziplin zurückkehren. Viele Länder haben enorme neue Schuldenberge für die Anti-Krisen-Programme aufgehäuft, die die Staatskassen auf Jahre belasten werden.

Der Lenkungsausschuss - eine Art Aufsichtsrat des Währungsfonds mit seinen 185 Mitgliedsstaaten - bekräftigte die Absicht, den IWF in seiner Funktion als "Krisenfeuerwehr" finanziell zu stärken und umzubauen. Anfang April war auf dem Weltfinanzgipfel in London vereinbart worden, die IWF-Mittel für Kredite an krisengeschüttelte Länder um 500 Milliarden Dollar zu erhöhen und damit zu verdreifachen.

Boutros-Ghali: "Beginnen Licht zu sehen"

Vertreter des Währungsfonds gaben sich optimistisch, dass die Krise bald überstanden ist. Die Negativentwicklungen würden schwächer und schwächer, sagte der Chef des Lenkungsausschusses, Ägyptens Finanzminister Youssef Boutros-Ghali. "Wir beginnen Licht zu sehen." Zugleich gebe es aber immer noch viele Risiken, die aktuelle Situation bleibe ernst. Weiter erklärte Boutros-Ghali, die Erholung werde erst 2010 richtig greifen. Ein mühsamer, langwieriger Prozess stehe bevor.

Weltbank beschließt Milliardenhilfen für Entwicklungsländer

Weltbank-Chef Zoellick auf einer Pressekonferenz vor der gemeinsamen Frühjahrstagung von IWF und Weltbank (Foto: AP)

Will ärmeren Ländern helfen: Weltbank-Chef Zoellick

Die Weltbank brachte angesichts der Finanzkrise ein milliardenschweres Investitionspaket für die Entwicklungsländer auf den Weg. Weltbank-Chef Robert Zoellick erklärte, den besonders hart getroffenen ärmeren Ländern würden 55 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Es sei wichtig, parallel zu den Hilfsmaßnahmen in den Industrieländern auch die Entwicklungsländer zu unterstützen, da diese keine milliardenteuren Rettungspakete für ihre Ökonomien auflegen könnten.

"Wir müssen weiterhin in Echtzeit reagieren, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden", forderte Zoellick weiter. "Die Auswirkungen auf die Entwicklungsländer sind sehr dramatisch", betonte auch Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD). Es werde "sehr sehr schwierig", die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erfüllen, sagte sie. (fw/sc/fg/dpa/rtr/afp/ap)

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