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Wirtschaft

VW sieht sich bei Rückruf im Plan

Der Volkswagen-Konzern sieht sich bei der Rückruf-Aktion für die von Schummelsoftware betroffenen Fahrzeuge im Plan. Derzeit wird ein Pickup-Modell umgerüstet, ab März sollen die Passat-Modelle an der Reihe sein.

Knapp drei Wochen nach Beginn der ersten VW-Rückrufaktion infolge des Abgas-Skandals sind mehr als die Hälfte der betroffenen Amarok-Modelle umgerüstet. Bis Donnerstag seien rund 4300 Exemplare des Pick-Ups mit einer neuen Motorsteuerungs-Software ausgestattet worden, sagte ein VW-Sprecher am Donnerstag in Wolfsburg. Damit komme man "planmäßig voran". Am 27. Januar hatte das Kraftfahrtbundesamt grünes Licht für die Umrüstaktion gegeben. Deutschlandweit sind rund 8400 Amarok von dem Rückruf betroffen, weil ihre Motoren mehr Stickoxid produzieren als erlaubt.

Mittels einer verbotenen Software hatte Volkswagen weltweit bei mehr als elf Millionen Diesel-Fahrzeugen die Abgaswerte in Tests nach unten korrigiert. Voraussichtlich in der neunten Kalenderwoche will Volkswagen mit dem Passat das erste Volumen-Modell in die Werkstätten zurückrufen. Für die 1,2 Liter, 1,6 Liter und 2,0 Liter-Motoren des Typs EA 189 ist ein Software-Update vorgesehen. VW beziffert die Arbeitszeit auf rund 30 Minuten. Dies habe sich bei der Nachrüstung des Amarok bestätigt, sagte der VW-Sprecher. Beim 1,6 Liter-Motor muss zusätzlich ein sogenannter Strömungsgleichrichter im Ansaugtrakt eingebaut werden. Die Umrüstung soll knapp 45 Minuten dauern.

Thema auch im Bundestag

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) setzt auf eine abschreckende Wirkung der geplanten strengeren Abgaskontrollen als Lehre aus dem VW-Skandal. ""Das sind schlagkräftige Maßnahmen, damit jedem auch zukünftig klar ist: Der Versuch von Manipulation bleibt nicht unentdeckt", sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in einer Aktuellen Stunde im Bundestag. Herstellern solle vorgeschrieben werden, Motorsoftware beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) offenzulegen. Technische Prüfdienste sollen sich bei Autobauern abwechseln. In "Anti-Schadstoff-Dopingests" sollen unangemeldet zugelassene Wagen kontrolliert werden. Dafür sollen staatliche Prüfstände entstehen. Die Opposition warf Dobrindt Zögerlichkeit und Intransparenz beim Aufklären vor. Die von ihm eingesetzte Untersuchungskommission sei eher eine Beratungskommission, kritisierte Linke-Verkehrsexperte Herbert Behrens. Es sei inakzeptabel, wenn mit der Manipulation von Schadstoffwerten Profit vor Gesundheit gehe.

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