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Wirtschaft

VW: Schlechte Zahlen trüben Jubiläum

Volkswagen fährt auf dem wichtigen US-Markt nur noch hinterher, während die Konkurrenz teilweise zweistellige Zuwachsraten verzeichnet. Dennoch haben die Wolfsburger Grund zum Feiern.

Der Volkswagenkonzern hat eine neue Bestmarke aufgestellt: Europas größter Automobilhersteller hat mittlerweile 200 Millionen Fahrzeuge hergestellt. Volkswagen ist damit weltweit einer der wenigen Autohersteller, die diese beeindruckende Marke erreicht haben. Beim Konzernabend vor der Eröffnung des Autosalon Paris 2014 wurde die Sportwagen-Studie Volkswagen XL Sport im Rahmen einer Weltpremiere als 200-millionstes Konzernfahrzeug vorgestellt.

Volkswagen hat die Anzahl produzierter Fahrzeuge innerhalb weniger Jahre verdoppeln können. Erst 1999 hatten die Niedersachsen mit einem Jubiläums-New Beetle das Erreichen der 100-Millionen-Marke gefeiert. Die Wolfsburger bieten Modelle vom Zweirad bis zum Sportwagen und vom Kleinwagen bis zum Sattelschlepper an. In mehr als 100 Werken weltweit arbeiten mehr als 500.000 Menschen für Volkswagen.

Aus Anlass des Produktionsjubiläums überreichte VW-Chef Martin Winterkorn der französischen Schauspielerin Catherine Deneuve einen Spenden-Scheck über 200.000 Euro. Deneuve, die mit Filmen wie "Belle de Jour" oder "Indochine" Weltruhm erlangt hat und als Ikone des französischen Kinos gilt, nahm die Spende für den Verein "Cinema for Peace" entgegen. Die gemeinnützige Organisation, deren Gründungsvorsitzende sie ist, setzt sich weltweit für Frieden und Menschenrechte ein und unterstützt zahlreiche Hilfsprojekte.

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Volkswagen verliert auf US-Markt (14.01.2014)

In den USA fährt die Konkurrenz davon

Im Pariser Jubiläumstrubel ging beinah unter, dass Volkswagen mit Probleme zu kämpfen hat: Der zweitgrößte Autobauer der Welt fällt auf dem wichtigen US-Markt immer weiter zurück. Die Verkäufe der Wolfsburger sanken im September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18,6 Prozent auf knapp 26.000 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im August hatte das Minus noch fast 13 Prozent betragen, und schon im Juli war VW der Konkurrenz in den USA hinterhergefahren.

Beim Erzrivalen Toyota ging es im September ebenfalls abwärts. Allerdings hielt sich der Rückgang mit einem Minus von 2,5 Prozent auf knapp 167.300 Fahrzeuge vergleichsweise in Grenzen. Die Opel-Mutter General Motors schlug dagegen mit gut 223.400 Fahrzeugen fast ein Fünftel mehr Autos los. Die Fiat -Tochter Chrysler sowie der japanische Konkurrent Nissan verzeichneten im September Zuwachsraten von 19 Prozent in den USA: Bei Chrysler rollten knapp 170.000 Fahrzeuge aus den Autohäusern, bei Nissan waren es rund 103.000.

Auch die deutsche Konkurrenz punktet auf dem US-Markt, BMW und Mercedes-Benz konnten mehr Kunden gewinnen. Die Münchner steigerten ihre Verkäufe der Marke BMW um 8,6 Prozent auf 25.586 Fahrzeuge und lagen damit nur einen Hauch unter dem VW-Absatz von 25.966 Autos. Zusammen mit der Marke Mini kam BMW auf 29.805 Fahrzeuge. Die Daimler-Tochter verkaufte ihrerseits mit 27.315 Mercedes-Benz 10,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

dk/wl (dpa/rtr)

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