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China

VW ruft Millionen Autos in China zurück

Volkswagen muss in China wieder Autos in die Werkstatt zurückholen. Diesmal sind es fast fünf Millionen. Es geht um Airbags des japanischen Herstellers Takata.

Der deutsche Autobauer gab bekannt, die möglicherweise defekten Frontairbags würden aufgrund einer Forderung der chinesischen Sicherheitsbehörde ausgetauscht. Es handelt sich meist um Autos, die der Volkswagen-Konzern zusammen mit chinesischen Partnern in China baut, aber auch um Importwagen aus Europa. Die Reparaturen beginnen nach Auskunft der Behörde  im kommenden März.

Der Konzern wies darauf hin, dass bisher weltweit kein einziger Fall eines fehlerhaften Airbags in einem Fahrzeug des VW-Konzerns bekannt sei. Takata hatte jahrelang defekte Airbags an Hersteller weltweit geliefert. Die Luftkissen konnten explodieren - weltweit werden 16 Todesfälle mit dem defekten Produkt in Verbindung gebracht. Fast 100 Millionen Autos mussten deswegen bereits zurückgerufen werden. Die chinesische Behörde schätzt, dass in China über 20 Millionen Autos mit Airbags von Takata ausgestattet wurden.

Pleite wegen der Airbags

Wegen der defekten Airbags und unter der Last der hohen Kosten für Rückrufe und Rechtskonflikte meldete das 1933 gegründete Unternehmen Takata Ende Juni Insolvenz in Japan und den USA an. Es ist eine der größten Pleiten in Japans Wirtschaftsgeschichte.

Volkswagen musste erst in der vergangenen Woche 1,8 Millionen Autos in China in die Werkstätten rufen. Grund dafür waren möglicherweise defekte Einspritzpumpen. China ist für Volkswagen ein wichtiger Markt. Im vergangenen Jahr verkaufte der Konzern dort rund vier Millionen Fahrzeuge, fast ebenso viele wie in Europa. Der VW-Absatz in der Volksrepublik war um mehr als zwölf Prozent gestiegen.

ar/bea (afp, dpa, rtr)

  

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