1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

VW-Dieselskandal ist wieder da

25. August 2016

Kaum ist die Blockade der VW-Produktion durch Zulieferer halbwegs beigelegt, rückt der Dieselskandal wieder in den Blick. Der zuständige US-Richter drängt VW, bald eine Lösung für 3-Liter-Autos zu präsentieren.

https://p.dw.com/p/1Jpl1
VW Logo Emblem Emission Abgas USA Krise
Bild: picture-alliance/dpa/A.Burgi

Es geht um 85.000 Autos aus dem Volkswagen-Konzern mit 3-Liter-Motoren, darunter Modelle auch von Audi und Porsche. Muss VW die zurückkaufen, könnte das weitere Milliarden kosten. Richter Charles Breyer machte am Freitag in San Francisco Druck: Bis zum 24. Oktober muss der Konzern nun die nötigen Unterlagen zur Klärung des Falls beim US-Umweltamt EPA einreichen, ordnete der Richter an.

In den Autos hat VW verbotene Software zur Abgaskontrolle eingesetzt. Der zuständige Richter hat Hunderte von Zivilklagen in dieser Sache gebündelt. Sollte es keine Fortschritte geben, müsse auch die Eröffnung eines Prozesses gegen Volkswagen geprüft werden, drohte Breyer.

Für rund 480.000 Autos mit kleineren Motoren hat VW bereits einen Vergleich mit Klägern in den USA ausgehandelt, der den Konzern 15,3 Milliarden Dollar kosten wird.

VW-Händler unter Druck

Im September 2015 hatte VW nach entsprechenden Vorwürfen des US-Umweltamts EPA eingeräumt, in großem Stil Emissionswerte manipuliert zu haben. Darauf waren die Verkäufe in den USA eingebrochen. Das brachte viele VW-Händler im Land unter Druck, die deshalb ebenfalls Schadenersatz fordern.

Die US-Tochter Volkswagen Group of America teilte am Donnerstag mit, VW habe sich mit seinen 650 US-Händlern grundsätzlich darauf geeinigt, einen Vergleich außer Gericht anzustreben. Die Höhe eventueller Entschädigungsfonds für die Händler wurde nicht bekanntgegeben. Details sollen dem hier ebenfalls zuständigen Richter Breyer bis Ende September vorgelegt werden.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, VW habe sich bereit erklärt, mehr als 1,2 Milliarden Dollar, umgerechnet 1,06 Milliarden Euro, an die Händler zu zahlen. Die Agentur beruft sich auf zwei Personen, die mit der Sache befasst seien. Allein der Wertrückgang der VW-Vertretungen durch den Skandal wird dabei mit gut einer Milliarde Euro beziffert. Darüber hinaus sollen die Händler für nicht verkaufbare Autos entschädigt werden, so der Bericht.

ar/bea (rtr, dpa)