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Wirtschaft

VW-Abgas-Skandal: Norwegischer Staatsfonds plant Klage

Volkswagen droht ein weiteres juristisches Nachspiel wegen seiner Abgas-Manipulationen. Der Kläger ist viertgrößter Aktionär des Autobauers und rund 735 Milliarden Euro schwer.

Der norwegische Staatsfonds hatte bereits im Oktober erklärt, er habe wegen Kursverlusten bei VW-Aktien im Zusammenhang mit dem Abgas-Skandal Einbußen hinnehmen müssen. Daher hätten Anwälte dem größten Fonds der Welt geraten, eine Klage gegen den Volkswagen-Konzern vorzubereiten. Dies berichtet die "Financial Times". Als Investor sei der Fonds dafür verantwortlich, seine Anteile an Volkswagen abzusichern, sagte Peter Johnsen vom Fonds-Manager Norges Bank Investment Management der Zeitung.

Klagen von institutionellen und Privatanlegern

Laut dem Finanznachrichtendienst Bloomberg ist der Fonds mit einem Verwaltungsvermögen von mehr als 735 Milliarden Euro (Stand 3. Quartal 2015) der viertgrößte Aktionär bei Volkswagen mit 1,64 Prozent des Kapitals. Gegen VW laufen bereits zahlreiche Klagen von institutionellen Anteilseignern wie Finanzdienstleistern und Versicherungsunternehmen. Mitte März reichten 278 Aktionäre eine Sammelklage beim Braunschweiger Landgericht ein. Sie fordern einen Schadenersatz von fast 3,3 Milliarden Euro für erlittene Kursverluste. Auch Privatanleger haben bereits geklagt.

Volkswagen hatte im September nach Ermittlungen in den USA eingeräumt, bei Umwelttests von Dieselfahrzeugen die Abgaswerte manipuliert zu haben. Eine verbotene Software in den Wagen bewirkte, dass bei Tests ein niedrigerer Schadstoffausstoß gemessen wird, als er im Normalbetrieb entsteht. Wegen des Skandals fuhr der Konzern 2015 den größten Verlust seiner Geschichte ein.

fab/ww (afp, rtr)