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Aktuell Asien

Vulkane sorgen für Evakuierungen und Flugumleitungen in Indonesien

In Indonesien haben zwei große Vulkane Asche ausgestoßen. Tausende Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. In einem Fall hatten Wissenschaftler gar nicht mit einem Ausbruch gerechnet.

In Indonesien sind zwei Vulkane ausgebrochen. Mehrere Tausend Menschen mussten sich in Sicherheit bringen, und es kam zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr. Der Vulkan Sinabung (Artikelbild) auf der Insel Sumatra ist seit Mitte September immer wieder aktiv. Nun schoss er eine etwa 8000 Meter hohe Aschewolke in den Himmel, wie die indonesische Behörde für Katastrophenschutz (Geological Disaster Mitigation and Volcanology Centre) mitteilte. Wegen der Ausbrüche des Sinabung-Vulkans wurde der Flugverkehr umgeleitet. Außerdem mussten wegen der erneuten Ausbrüche 5000 Menschen ihren Häusern fernbleiben.

Erdbeben auf Java?

Auf der Hauptinsel Java wurde zudem der Merapi wieder aktiv, einer der aktivsten Vulkane Indonesiens. Er schleuderte überraschend eine 1000 Meter hohe Aschewolke in die Luft. Wie die Experten vom indonesischen Vulkan-Institut erklärten, gab es keinerlei Anzeichen für einen bevorstehenden Ausbruch. Sie gehen davon aus, dass ein kleines Erdbeben die Erruption verursachte.

Der Merapi-Vulkan in Indonesien stößt eine 1.000 Meter hohe Aschewolke aus. (Foto: picture-alliance/AP)

Auch Vulkan "Merapi" ist wieder aktiv

In der nahe gelegenen Ortschaft Boyolali und Umgebung trübte die niedergehende Asche die Luft wie dichter Nebel. 600 Familien suchten kurzzeitig Schutz in Evakuierungsräumen. Sie konnten aber schon bald auf ihre Grundstücke zurückkehren.

Vor drei Jahren waren bei einem Ausbruch des Merapi 350 Menschen ums Leben gekommen, überwiegend durch den heißen Ascheregen, der an den dicht besiedelten Hängen niederging. 300.000 Menschen mussten damals fliehen.

Auf den indonesischen Inseln befinden sich 130 aktive Vulkane. Indonesien liegt auf tektonischen Verwerfungslinien zwischen dem Pazifischen und dem Indischen Ozean, die zusammen den Vulkangürtel „Pazifischer Feuerring“ bilden.

ch/uh (afp/dpa)

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