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Wissen & Umwelt

Vulkanausbruch wird Weltklima nicht verändern

Vulkanausbruch (Foto: AP)

"Der Ausbruch des Eyjafjallajökull wird keine Auswirkung auf das globale Klima haben", versichert Claudia Timmreck, Leiterin des Projekts Supervulkane am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. Denn der Klimaeffekt von Vulkanen hängt im Wesentlichen von der Schwefelmenge ab, die in die Stratosphäre gelangt. Und bei diesem Vulkanausbruch auf Island sei die Menge an ausgeworfenem Schwefel zu gering, betont die Physikerin.

Schätzungen zufolge, die auf Satellitendaten basieren, sollen etwa 3000 - 4000 Tonnen SO2 (Schwefeldioxid) in die Atmosphäre gelangt sein. Der Pinatubo auf den Philippinen, der im Juni 1991 ausgebrochen war, emittierte etwa 5000mal mehr, sagt Timmreck. "In der Folge kam es damals zu einer weltweiten Abkühlung von 0,5 Grad Celsius."

Auch isländische Vulkane haben schon das Klima beeinflusst. Ein Beispiel ist der gewaltige Ausbruch des isländischen Vulkans Laki in den Jahren 1783-84. Er führte zu einer durchschnittlichen Abkühlung von 1,3 Grad Celsius über Europa und Nordamerika und zu ungewöhnlichen Wetterbedingungen im Sommer 1783.

Autorin: Judith Hartl (MPI, idw)
Redaktion: Sabine Faber