Vulkanausbruch in Japan: Lawine tötet Soldaten | Aktuell Asien | DW | 23.01.2018
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Aktuell Asien

Vulkanausbruch in Japan: Lawine tötet Soldaten

Außer mit Erdbeben leben die Japaner auch mit der ständigen Gefahr von Vulkanausbrüchen. Jetzt spuckt ein Vulkan in einem Skigebiet in einer Nachbarprovinz Tokios Felsbrocken und Asche. Ein Mensch starb.

Der Ausbruch des Vulkans Kusatsu-Shirane  in Japan hat eine todbringende Lawine ausgelöst und eine Seilbahngondel stark beschädigt. Ein Soldat starb in den Schneemassen, als er mit fünf Kameraden während einer Übung auf Skiern auf dem Vulkanberg unterwegs war. Der Vulkan spie Asche und Felsbrocken aus. Insgesamt zehn Menschen wurden durch die vom Gestein zertrümmerten Glasfenster der Seilbahngondel verletzt, einige von ihnen schwer, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete.

Skifahrer vor Steinregen gerettet

Die Behörden warnten vor weiterem dicken Ascheregen und hoben die Warnstufe an, um Besucher von dem Gebiet in der Tokioter Nachbarprovinz Gumma fernzuhalten. Die Arbeit der Einsatzkräfte, die von Soldaten verstärkten wurden, gestaltete sich wegen schlechten Wetters schwierig. Rund 100 Besucher der Skianlage wurden in einem Gebäude vor den herabprasselnden Gesteinsbrocken in Sicherheit gebracht.

Der 2160 Meter hohe Vulkan war am Morgen (Ortszeit) ausgebrochen. Japans Fernsehsender zeigten Aufnahmen von dichten Aschewolken, die über das Skigebiet ziehen. 

Aktive Vulkane teils rund um die Uhr überwacht

Japan zählt 110 aktive Vulkane. 47 davon werden nach Angaben der Zeitung "Asahi Shimbun" rund um die Uhr überwacht. Im September 2014 hatten umherfliegende Felsbrocken beim Ausbruch des Vulkans Ontake 63 Menschen getötet. Es war die verheerendste Vulkankatastrophe in Japan seit fast 90 Jahren. Der Vulkan Kusatsu-Shirane war zuletzt im Dezember 1983 ausgebrochen.

myk/bri (dpa, rtre)

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