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Deutschland

Vulkanasche wirbelt Flugpläne durcheinander

Ein neuer Schub Vulkanasche aus Island hat erneut den Luftverkehr in Teilen Deutschlands behindert. Beeinträchtigungen gab es auch wieder im europäischen Ausland.

Ein Flugzeug von Lufthansa steht am Münchner Flughafen (Foto: dpa)

Gesperrt: Der Münchner Flughafen

Rund drei Wochen nach der Sperrung weiter Teile des europäischen Luftraums hat Vulkanasche aus Island wieder für zahlreiche Flugausfälle in Deutschland gesorgt. Auf Anweisung der Deutschen Flugsicherung DFS wurde der bundesweit zweitgrößte Flughafen in München am Sonntag (09.05.2010) von 15 bis 23 Uhr MESZ geschlossen.

Auch an den Airports in Stuttgart (seit 18 Uhr MESZ wieder geöffnet), Augsburg und Memmingen (Wiederöffnung: 22 Uhr MESZ) ruhte am Sonntag vorübergehend der Flugverkehr. Auch hier mussten dutzende Verbindungen gestrichen werden.

Zahlreiche Ausfälle in Europa

Der isländische Gletschervulkan Eyjafjallajökull (Foto: dpa)

Gletschervulkan mit schwierigem Namen: Eyjafjallajökull

Aus mehreren anderen Ländern Europas wurden am Wochenende ebenfalls zahlreiche Flugausfälle gemeldet. Nach Einschätzung der Flugaufsicht Eurocontrol sollte es am Sonntag in Europa rund 24.500 Flüge geben, etwa 500 weniger als normal. Am Samstag fielen bereits rund 200 Flüge aus. Betroffen waren unter anderem Nordspanien, Portugal, Südfrankreich, Norditalien und Westirland. Auch Österreich schloss am Sonntag Teile seines Luftraums.

Empörung bei Lufthansa


Scharfe Kritik an der neuen Luftraumsperrung übte die Lufthansa, Deutschlands größte Fluggesellschaft. "Es gibt keinen konkreten Hinweis auf eine Gefährdung", sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther. Erneut seien für die Entscheidung nur Computersimulationen herangezogen worden. Die Schweiz, die eigene Messungen durchgeführt habe, lasse weiter den Flugverkehr zu. In Deutschland habe man dagegen keine Messflüge gestartet. "Das ist kein der Sache angemessenes Krisenmanagement", meinte Walther.

Passagiere auf dem Frankfurter Flughafen (Foto: AP)

April: Chaos an den Flughäfen

Wegen der Aschewolke aus dem isländischen Gletschervulkan Eyjafjallajökull waren Mitte April fast sechs Tage lang weite Teile des europäischen Luftraums gesperrt worden. Zehntausende Flugausfälle führten zu Schäden in Milliardenhöhe.


Autor: Christian Walz (apn, afp, dpa)

Redaktion: Eleonore Uhlich

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