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Pressemitteilungen

Vuk Drašković: "Als Nation von Milošević distanzieren"

Außenminister von Serbien und Montenegro im Interview mit DW-RADIO


"Wir müssen uns als Nation vollkommen von Slobodan Milošević distanzieren", erklärte der Außenminister von Serbien und Montenegro, Vuk Drašković, im Interview mit DW-RADIO. "Unsere Verpflichtungen gegenüber dem Jugoslawien-Tribunal in Den Haag müssen ohne Vorbehalte erfüllt werden."


Er benutze daher auch nicht den Ausdruck 'Zusammenarbeit' im Verhältnis zum Tribunal, "denn es handelt sich um unsere Verpflichtung", so Drašković. International ergebe sich eine Verpflichtung aus der Tatsache, dass der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen dieses Tribunal geschaffen habe. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass die vom Tribunal behandelten Kriegsverbrechen nicht der ganzen serbischen Nation zur Last gelegt würden.


Auch in anderer Hinsicht müsse sein Land international stärker die Kooperation suchen, so der Außenminister. Er sei nicht zufrieden mit dem Niveau der Zusammenarbeit mit Deutschland. "Deutschland ist - nicht nur wirtschaftlich - eines der zentralen Länder des vereinigten Europa. Daher müssen wir unsere Politik mit dieser Tatsache in Einklang bringen. Unsere Beziehungen zu Deutschland müssen auf allen Feldern besser werden bzw. die besten sein."


Er unterstütze den Abschluss von Verträgen auf dem Gebiet der Kultur, der Politik und auf weiteren Feldern, so Drašković. "Wir müssen aus Deutschland ein besonderes, großes Partnerland machen. Dem deutschen Kapital, deutschen Firmen müssen die Türen Serbiens weitmöglichst geöffnet werden." Auch die Erfahrung und das Kapital von etwa einer halben Million serbischer und montenegrinischer Staatsbürger in Deutschland seien hierbei äußerst wertvoll.

19. August 2004
159/04

  • Datum 20.08.2004
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  • Permalink http://p.dw.com/p/5Spe
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