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Ostmitteleuropa

Vorwurf des Mordes an 15 Juden

- Polen fordert Auslieferung eines in Costa Rica lebenden Ukrainers

Warschau, 22.11.2003, POLNISCHER RUNDFUNK I, poln.

Polens Botschafter in Costa Rica hat die Auslieferung von Bohdan Koziy beantragt. Das Institut des Nationalen Gedenkens (IPN) wirft dem Ukrainer vor, im Jahre 1943 in der Stadt Lysiec, die sich damals auf polnischem Territorium befand, 15 Juden ermordet zu haben. Die Behörden von Costa Rica versichern, alles zu tun, damit die Auslieferung sobald wie möglich stattfindet.

(Bericht) Der Außenminister von Costa Rica Roberto Tovar teilte mit, er werde die Auslieferung Koziys sofort in die Wege leiten. Und in der Tat - bereits am Freitag (21.11.), unmittelbar nach Eingang des Antrags und ungeachtet der späten Stunde, begann das Ministerium damit, die Formalitäten vorzubereiten und teilte mit, die Dokumente würde noch am Montag dem zuständigen Gericht vorliegen.

Polizei- und Sicherheitsminister Rogelio Ramos erklärte vor Journalisten, er wisse, wo sich Koziy verstecke und mit seiner Festnahme werde es keine Probleme geben. Er habe den Auslieferungsantrag, den Polen angekündigt hatte, bereits nach der Erklärung Koziys zur unerwünschten Person in Costa Rica erwartet. Vor drei Jahren ordnete ein Gericht von Costa Rica an, Koziy wegen seiner unrühmlichen Vergangenheit auszuliefern. Zum damaligen Zeitpunkt erklärte sich aber kein Land bereit, ihn aufzunehmen und ihn der Gerechtigkeit zuzuführen.

Innerhalb der Elite von Costa Rica sind jetzt anerkennende Worte für unser Land zu hören, denn es ist das einzige Land, das sich bereit erklärt hat, den Verbrecher vor Gericht zu stellen. Dorota Wysocka, Polnischer Rundfunk, Studio San Jose. (TS)

  • Datum 25.11.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/4N3U
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