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Kriminalität

Vorwürfe gegen Bruder und Neffen Ban Ki Moons

Kaum ist der frühere UN-Generalsekretär aus dem Amt geschieden, stehen zwei seiner Verwandten unter Anklage in den USA. Ihnen werden Korruption und Geldwäsche vorgeworfen. Es geht um Millionen.

USA Joo Hyun Bahn (picture-alliance/AP Photo/L. Neumeister)

Plädiert auf "nicht schuldig": Bans Neffe Joo Hyun Bahn

Zwei engen Angehörigen des ehemaligen UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon wird Bestechung vorgeworfen. Ein New Yorker Gericht veröffentlichte eine 39-seitige Anklageschrift, die den jüngeren Brüder Bans und dessen Sohn ins Visier nimmt. Sie hätten dem Staatschef eines ungenannten Landes aus dem Nahen Osten mehrere Millionen Dollar an Bestechungsgelt gezahlt, heißt es.

Die beiden sollen die Prominenz ihrer südkoreanischen Familie dazu genutzt haben, Einfluss auf das Staatsoberhaupt auszuüben. Der Politiker sollte demnach den Kauf eines Gebäudekomplexes in Vietnam im Wert von 800 Millionen Euro durch einen staatlichen Fonds seines Landes veranlassen.

Immobilien zur Schuldentilgung

Eine südkoreanische Baufirma, in der Bans Bruder eine Führungskraft gewesen sei, habe Anfang 2013 versucht, angesichts wachsender Schulden diesen Gebäudekomplex zu verkaufen. Den beiden Verdächtigen werden Korruption und Geldwäsche vorgeworfen. Sie erklärten sich für unschuldig.

Die Vorwürfe fallen in die Zeit kurz nach dem Abschied Bans als Generalsekretär der Vereinten Nationen. Er ließ mitteilen, er sei von den Berichten zu der Angelegenheit "überrascht" und wisse nichts darüber. Sein Nachfolger im UN-Hauptquartier am East River in New York ist seit Anfang des Jahres der Portugiese António Guterres.

jj/ww (dpa, reuters)

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