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Ostmitteleuropa

Vorsitzender des Ungarnverbandes in Rumänien äußert sich besorgt über Spaltung der Wählerschaft in Ungarn

– Bela Marko hofft auf weitere Umsetzung des Status-Gesetzes auch unter der neuen Regierung

Budapest, 22.4.2002, MTI, engl.

Die ethnisch-ungarische Gemeinschaft in Transsylvanien war beunruhigt, eine scharf gespaltene Wählerschaft bei den Wahlen in Ungarn zu erleben. Das erklärte der Vorsitzende der Ungarischen Demokratischen Union Rumäniens (HDUR) am Montag (22.4.) gegenüber MTI. Er erwarte jedoch, dass die Nation sich schon bald wieder zusammenschließe. "Die ethnisch-ungarischen Gemeinden außerhalb der Grenzen Ungarns brauchen die Unterstützung des ganzen Ungarn, des gesamten Parlaments und der ungarischen Regierungen", sagte Marko. "Ich gratuliere allen Parteien, die es ins Parlament geschafft haben und besonders der künftigen Regierungskoalition, der Ungarischen Sozialistischen Partei und dem Bund Freier Demokraten", sagte der Vorsitzende der UDMR.

Marko erläuterte, der sozialistische Kandidat für das Amt des Premierministers, Peter Medgyessy, habe ihm ein Schreiben geschickt, in dem er seine früheren öffentlichen Erklärungen, denen zufolge er sich verantwortlich für das Schicksal der ethnisch-ungarischen Minderheiten im Ausland fühle, bekräftigt, "Er deutete die Absicht an, einen Dialog mit uns über die wichtigen Themen zu führen, die die ungarische Gemeinschaft in Rumänien betreffen. Das bedeutet, so hoffe ich, dass wir in der Lage sein werden, unsere Position hinsichtlich des Statusgesetzes und anderen wichtigen Themen zu bekräftigen", so Marko.

Nach Worten des UDMR-Vorsitzenden wird das ungarisch-rumänische Protokoll, das im Dezember letzten Jahres im Zusammenhang mit dem Statusgesetz unterzeichnet wurde, ein wichtiges Thema bei den Gesprächen mit der neuen ungarischen Regierung sein. "Unserer Ansicht nach muss das Statusgesetz auch künftig weiter umgesetzt werden, und es war das Protokoll, das diese Anwendung in Rumänien möglich machte. Das bedeutet, dass weder die Essenz noch die Existenz dieses Protokolls in Frage gestellt werden sollten". (Das Protokoll, das von den Premierministern beider Staaten unterzeichnet worden ist, dehnt das Recht, Arbeitsplätze in Ungarn anzunehmen, von den ethnischen Ungarn auf alle rumänischen Staatsbürger aus. Die Vereinbarung wurde von den Sozialisten und den Freien Demokraten scharf kritisiert - MD). (MK)

  • Datum 23.04.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/278Z
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