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Amerika

Vorsichtiges Aufatmen in Mexiko?

Der Hurrikan "Jimena" hat Mexiko erreicht. Mittlerweile hat der Wirbelsturm etwas an Kraft verloren. Trotzdem: Die Menschen sind auf die Katastrophe vorbereitet.

Hohe Wellen (Foto: ap)

Die Vorläufer Jimenas sind an der Küste schon zu spüren

Vorsichtiges Aufatmen in Mexiko. Hurrikan "Jimena" hat sich abgeschwächt. Mit Windstärken von rund 180 Kilometern pro Stunde traf der Wirbelsturm am Mittwoch (02.09.2009)auf die mexikanische Küste. Er warf meterhohe Wellen an die Strände und setzte mit seinen Regenmassen tiefliegende Gebiete unter Wasser. Doch wie von den Meteorologen des US-Hurrikanzentrums in Miami vorausberechnet, traf das Zentrum des Hurrikans unweit der Hauptstadt des Bundesstaates Baja California, La Paz, auf dünn besiedeltes Land im Süden der Halbinsel. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor.

Es sei damit zu rechnen, dass sich "Jimena", der über dem Meer zu einem mächtigen Hurrikan der Stufe 4 angewachsen war, sich weiter abschwächen werde. Die Meteorologen stuften ihn zu einem Hurrikan der Kategorie 2 ab, bezeichneten ihn aber weiterhin als gefährlich.Nach Angaben aus Miami wird er entlang der Westküste der Baja California nach Nordwesten ziehen und die Halbinsel am Freitag oder Samstag wieder in Richtung Pazifik verlassen.

Was bringt der nächste Hurrikan?

Jimena (Foto: ap)

Jimena auf dem Satellitenbild

Jimena war zunächst zu einem extrem gefährlichen Hurrikan herangewachsen, das US-Hurrikanzentrum in Miami rechnete sogar damit, dass Jimena zu einem Hurrikan der Stufe 5 werden könnte - das ist die höchste Gefahrenstufe. Im vergangenen Jahr wurden die Hurrikans Gustav und Ike der Stufe 5 zugeordnet - sie zerstörten Wälder und rissen Strommasten und ganze Häuser nieder. Mexiko leidet bei Wirbelstürmen besonders unter den extremen Niederschlägen. Dabei werden Bergrutsche ausgelöst, vor allem die Armenviertel, die häufig an den Berghängen der Großstädte angesiedelt sind, versinken im Schlamm. Der nächste Hurrikan hat sich bereits auf dem Meer gebildet.

Vorbereitungen für die Katastrophe

Mann hinter Fenster (Foto: ap)

Dieser Mann verbarrikadiert seine Fenster mit Holz

Jetzt waren die Menschen auf das Schlimmste gefasst und hatten sich vorbereitet: Für Bewohner gefährdeter Gebiete wurden Notquartiere eingerichtet. Häfen wurden geschlossen, Boote in Sicherheit gebracht. Mit Sandsäcken und Brettern verbarrikadieren die Menschen ihre Häuser.

Familie im Auto (Foto: ap)

Diese Familie flieht vor dem Hurrikan

Hunderte Touristen haben bereits die Badeorte auf der mexikanischen Halbinsel Baja California verlassen. Insgesamt werden nach Behördenangaben mehr als 7000 Urlauber und 20.000 einheimische Familien evakuiert. Auch eine internationale OECD-Konferenz, die in den nächsten Tagen in der Küstenstadt Los Cabos stattfinden sollte, wurde verlegt. (ahe/ako/dpa/rtr/ap/afp)