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Veranstaltungen

Vor US-Wahlen: Partnerschaft und Sorgen

Die transatlantischen Beziehungen werden in den USA und in Europa als überwiegend stark und solide eingeschätzt. Das zeigt eine Umfrage, deren Ergebnisse am 22. Oktober bei der Deutschen Welle vorgestellt wurden.

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Stellte die Studie des German Marshall Fund in Bonn vor: Constanze Stelzenmüller

Im Vorfeld der US-amerikanischen Präsidentschafts-, Kongress- und Senatswahlen am 6. November folgten rund 170 Gäste einer Einladung von Amerika Haus NRW und der Friedrich-Naumann-Stiftung in das Bonner Funkhaus. Dem Vortrag von Constanze Stelzenmüller (German Marshall Fund) zum Stand der transatlantischen Beziehungen schloss sich eine von Michael Knigge (DW) moderierte Diskussion mit Sabine Sielke (Universität Bonn) an.

Große Begeisterung fehlt

Stelzenmüller stellte die Ergebnisse der jüngsten „Transatlantic-Trends-Umfrage“ des German Marshall Funds vor. Demnach hält die Mehrheit der Befragten in den USA und in zwölf EU-Ländern die transatlantischen Beziehungen für stark und solide. Große Begeisterung über die Partnerschaft sei der Umfrage zufolge jedoch auf keiner Seite des Atlantiks zu verspüren.

Dennoch seien sich US-Amerikaner und Europäer darin einig, dass sie gemeinsame Werte und Interessen teilten. Darüber hinaus hielten beide Seiten die transatlantische Partnerschaft für wichtiger als die Beziehung zu Asien, so Stelzenmüller. Eine Erkenntnis der Studie war die Tatsache, dass eine deutliche Mehrheit von Europäern und US-Amerikanern persönlich unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu leiden hätten und auch ihr jeweiliges Wirtschaftssystem für ungerecht hielten, weil ihrer Ansicht nach nur eine kleine Minderheit davon profitiere.

Vorsichtige Wahl-Prognose

In der Diskussion erörterte Michael Knigge mit Sabine Sielke und Constanze Stelzenmüller die Diskrepanz zwischen den in Europa enorm hohen Zustimmungswerten für Präsident Barack Obama trotz einer kaum veränderten US-Politik, etwa in den Bereichen Klimaschutz, Guantanamo und Afghanistan. Ein weiteres Thema waren die Folgen der aufgeweichten US-Wahlkampfinanzierung und das damit verbundene hohe Spendenaufkommen im aktuellen Wahlkampf.

Zurückhaltend äußerten sich beide Expertinnen über den Wahlausgang in den USA am 6. November. Während Sabine Sielke ein vorsichtiges Votum für Obama abgab, wollte sich Constanze Stelzenmüller nicht eindeutig festlegen.

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Martina Bertram

T +49.228.429-2055 martina.bertram@dw.com