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Global Ideas

Vor der Linse

Es war wieder viel los, diese Woche. Am höchsten Berg der Welt ist ordentlich was abgebrochen (oder auch nicht), es gab Überflutungen, Badewasser und einen Wasserfilter fürs Meer.

Berge wirken unerschütterlich. Sie sind schließlich "steinhart". Deshalb erregte der Facebook-Post des Bergsteigers Tim Mosedale ziemliches Aufsehen: "Den Hillary Step gibt es nicht mehr." Der "Hillary Step" ist (oder war) eine Felswand am Mount Everest und gilt als die letzte größere Herausforderung vor dem Gipfel des höchsten Bergs der Welt, wenn man ihn über die Südostroute erklimmt. Und Mosedale ist kein Abenteuertourist, er hat den Everest schon sechs mal bestiegen. Letzte Woche erreichte dann der nepalesische Kletterer Pemba Dorje Sherpa die Stelle und berichtete, dass ein großer Fels herabgestürzt sei, dass der Step aber noch da sei. Jetzt hat die "Nepal Mountaineering Association" beschlossen zu untersuchen, was da auf 8790 Meter wirklich passiert ist. 

Unten auf Meereshöhe erleben die Menschen in Sri Lanka gerade dramatische Tage. Die schlimmsten Überschwemmungen und Erdrutsche seit 14 Jahren haben mindestens 164 Menschen getötet und fast eine halbe Million Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen. Zu allem Überfluss soll das schlechte Wetter auch noch anhalten, wodurch die Situation noch schlimmer werden könnte. Die Regierung hat Dutzende Flugzeuge und Helikopter für die Rettungsmaßnahmen abgestellt, aber viele Dörfer sind noch immer nicht erreichbar.  

Mit einer etwas anderen Bedrohung aus dem Wasser beschäftigt sich eine neue Studie, die die EU vergangene Woche vorgelegt hat. Die Europäische Umweltagentur (EEA) hat festgestellt, dass an mehr als 96 Prozent der Badestellen in der EU die Mindeststandards für die Wasserqualität erfüllt werden, in Deutschland waren es sogar 98 Prozent. Darüberhinaus war die Wasserqualität an mehr als 85 Prozent der Badeorte exzellent. Das war eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Was die Wassertemperatur betrifft ... 

Und wo wir schon bei der Wasserqualität sind: Dieser merkwürdig anmutende Schlauch wurde kürzlich im Hafen von Helsinki installiert. Das Ding nennt sich "Seabin" ("Meeresmülleimer") und sammelt Müll ein, der an der Meeresoberfläche treibt, indem es oben Wasser ansaugt und es unten wieder herauspumpt. Dabei sammelt es den Müll im "Schlauch" und er kann herausgenommen und richtig entsorgt werden. Helsinki ist einer von mehreren Pilotstandorten, wo das System getestet wird, bevor es diesen Sommer offiziell auf dem Markt kommt.