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Interaktiv

"Von wegen Brunnen bohren"

Der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan ist Thema in vielen Mails an die Deutsche Welle. Die meisten Leser üben darin deutliche Kritik an dem Einsatz. Weitere Themen in den Leser-Mails: Honduras, Israel und Nachterstedt.

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Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr

Von wegen Brunnen bohren. Das ist doch ein billiger Trick. Die deutschen Soldaten sind nun Teil einer Strategie geworden, die nur noch amerikanische Machtinteressen vertritt. Dieser Krieg würde in einer Unterwerfung der afghanischen Bevölkerung enden, mit einer Marionettenregierung von Karsai, wenn nicht... ja, wenn es nicht eine Menge mutiger Afghanen gäbe, die ihre Freiheit höher achten als alles andere und kämpfen. Mit Verlaub: das meiste was mich im Leben interessiert, sind Freiheit und Unabhängigkeit. (Winfried Dinter)

Abzug oder weiterer Verbleib der deutschen Besatzungstruppen in Afghanistan ist sicher eine gegenwärtig sehr schwer zu beantwortende Frage. Ich war nicht dafür, dass unsere Jungs dorthin geschickt wurden, deshalb fällt es mir relativ leicht zu sagen, dass die Soldaten so schnell wie möglich nach Hause geholt werden sollten. Herr (Bundesverteidigungsminister) Jung will uns weismachen, dass die Soldaten auch für unsere Sicherheit hier in Deutschland ihren Dienst in Afghanistan leisten. Aber wir wissen doch ganz genau, dass genau das Gegenteil der Fall sein wird. Wir werden es noch erleben, dass Extremisten gerade in Deutschland Anschläge verüben werden. Das ist doch nur logisch. Durch die jetzigen Kampfhandlungen wird die Terrorgefahr in Deutschland erhöht. Das ist die schmerzliche Wahrheit. Herr Jung wird es noch erleben, sicher noch als Kriegs-, pardon, als Verteidigungsminister. (Edgar Schiewe)

Was hier inszeniert wird, ist genau das: ein Kriegsverbrechen. Soviel Hybris ist nicht mehr zu überbieten. Demnächst haben wir viele deutsche Soldaten, die Blut von Taliban an den Händen haben. Damit ist für mich das Bild einer Frieden bringenden Bundeswehr erledigt. Die Deutschen schlüpfen in die Rolle der Amerikaner, die einst mit Bin Laden ein Hühnchen zu rupfen hatten. Weil das wohl gescheitert ist, wird ein ganzes Land in den Krieg gestürzt. Was haben wir mit den ungelösten Racheangelegenheiten der Amerikaner zu tun? Und es ist eine unglaubliche Heuchelei, wenn man uns Glauben machen will, dem afghanischen Volke zu helfen. Und um zum Ende zu kommen: heute wurde allen Ernstes von deutscher Seite den Taliban die Schuld dafür gegeben, dass kürzlich ein Zivilist von deutschen Soldaten erschossen wurde. Diese Verlogenheit ist unglaublich. (Regine Metes)

Erwartungen an Obama

Die Erwartungen waren einfach zu groß. Er konnte sie niemals alle erfüllen, zumal ja die anderen Länder der Welt auch Einfluss auf Vieles haben, und die Krise fast unberechenbar ist. Aber er hat seine Sache bis jetzt sehr gut gemacht. (Dieter Scherer)

Israelischer Siedlungsbau in Jerusalem

Der israelische Innenminister hat sicherlich Recht wenn er festhält, dass Israel keine Filiale anderer Länder ist. Er sollte sich aber auch daran gewöhnen, dass Israel nicht der Nabel der Welt ist. Seit Jahrzehnten gibt Israel den anderen Staaten ungefragte Ratschläge in fast allen Lebensfragen. Es ist zu wünschen, dass Israel früher und nicht später erkennt, dass man das Wohlwollen anderer Staaten auch nicht endlos missbrauchen kann. Oberstes Ziel sollte ein befriedeter Mittlerer Osten sein – mit gegenseitigem Respekt und Verständnis für die Nachbarn. (Bernd R. Hettel)

Sanktionen gegen Honduras

Sehr geehrtes DW-Team, meine Frau ist gebürtige Honduranerin, deswegen interessiert mich die Lage in Honduras natürlich auch und ich muss sagen, dass die Welt einfach nicht versteht, dass es keinen Putsch in Honduras gab, sondern eine Notrettung des Volkes vor einer bevorstehenden Diktatur, z.B. wie in Venezuela. Präsident Manuel Zelaya wollte doch nur erreichen, so wie in Venezuela, als Präsident für immer wiedergewählt zu werden. Er möchte mit seiner neuen Politik den Reichen das Land nehmen und es unter den Armen aufteilen ... Was ist das? Demokratisch jedenfalls nicht! Mein Schwiegervater ist Grundbesitzer in Honduras und ist von seinem Besitz abhängig. Er hat Jahrzehnte hart für den Besitz gearbeitet. Und warum wird in den Medien eigentlich fast nie über die anderen (friedlichen) Demonstrationen der Manuel-Zelaya-Gegner berichtet? Meine Meinung ist, und die auch der meisten friedlichen Honduraner, dass Manuel Zelaya ein Verbrecher ist, der dort bleiben soll, wo er ist. Außerdem, Manuel Zelaya hat in seiner aktuellen Politik immer wieder die USA scharf angegriffen, wie auch Hugo Chavez von Venezuela. Und jetzt sucht Manuel Zelaya ausgerechnet in den USA Unterstützung für seine Rückkehr nach Honduras. Dieser Mann ist ein Verbrecher und sollte international auch so angesehen werden. Ohne Zelaya wird Honduras wieder zurück in die Demokratie finden. Kurz gesagt: Die friedlichen und gebildeten Menschen in Honduras wollen Zelaya nicht zurück. Die Gewaltbereiten und wenig bis gar nicht gebildeten Menschen sind für den Diktator Manuel Zelaya. (Markus Hanssen)

Spannung in Kiel

Dank Ministerpräsident Carstensen ist endlich der Unterschied zwischen Normalbürgern und Politikern, wenn sie eine wissentlich falsche Aussage tätigen, klar dargestellt: Die Formulierung des Politikers ist lediglich nicht ganz richtig, wobei eventuell über den Sachverhalt ein wenig flott hinweg gegangen wurde. Beim Normalbürger dagegen bedeutet das ganz simpel und berechtigt, dass er gelogen hat. Wie heißt es doch so schön: Wir sind alle gleich, einige aber (vor allem Politiker) sind gleicher! Noch Fragen? (Hans Lauterfeld)

Katastrophale Lage am Milchmarkt

Sehr geehrte Damen und Herren, Sie schreiben, Milchbauern in Europa haben es schwer: Die Preise für Energie und Futter schießen in die Höhe, während die Preise für die Produkte sich kaum verändern. Dazu fällt mir spontan ein: Ich muss eine Kuh sein, denn ich habe es auch sehr schwer. Auch in meinem Privathaushalt haben die Kosten für Energie und "Futter" Ausmaße angenommen, die nicht mehr finanzierbar sind - trotz Vollzeitarbeit. (Heiko Müller)

Erdrutsch in Nachterstedt

So etwas Ähnliches hat sich in den 70er-Jahren in einem Dorf im Elstertal (Weiße Elster) zugetragen. Die Erde hat sich geöffnet und ein Wohnhaus mit Scheune war verschwunden - ohne Personenschaden und kein Bergbau untertage. Und kein Hahn hat je danach gekräht. Die Berichterstattungen aus Nachterstedt im Fernsehen sind geprägt von Sensationsgier. Den Bewohnern mein Mitgefühl! (Reinhard Heinze)