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Musik

Von null auf Platz eins

Jan Delay hat sich mit "Hammer & Michel" an die Spitze der deutschen Album-Charts gesetzt. Mit Rockmusik verdrängt er Schlagerstar Helene Fischer auf Position zwei.

Jan Delay hat die Diskokugel in den Brunnen geworfen, und heraus kam nicht ein Froschkönig, sondern ein waschechter Rocker. "Reggae und Funk sind tot, jetzt ist Rock dran", heißt die neue Parole des Hamburgers, der am Freitag mit "Hammer & Michel" sein viertes Soloalbum herausbringt. "Es war eine Frage der Ehre, dass ich nicht nochmal das Gleiche mache", so der 37-Jährige.

Bereits in den 90er Jahren wurde er mit der Hip-Hop-Band Beginner (damals Absolute Beginner) populär. Später folgte eine Reggae-Platte, dann die Funk- und Soul-Alben "Mercedes Dance" (2006) und "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" (2009), die beide auf Platz eins der Charts gingen. Und nun also Rock. Erste Berührungspunkte mit dem Genre gab es früh, die Ramones-Platte seiner Eltern etwa. "Die habe ich wegen des Comic-Covers immer aufgelegt und voll abgefeiert", sagt der bekennende Udo-Lindenberg Fan. Damals hieß er noch Jan Eißfeldt und spielte in einer Schülerband Schlagzeug.

Album-Cover Hammer & Michel (Foto: Download PIL/Universal)

Das neue Album "Hammer & Michel"

Auf "Hammer & Michel" gibt es harte Gitarrenriffs zu hören, für den Videodreh zum gleichnamigen Stück "Wacken" ist er sogar zum dortigen Heavy-Metal-Festival gefahren. "Der Video-Dreh dort war unfassbar. Ich war noch nie auf einem Festival mit so netten und lieben Menschen", meint Musik-Chamäleon Jan Delay. Doch im Großen und Ganzen ist auch das neue Album vom eigenen Stil des Künstlers geprägt: Funkiger Sound garniert mit dem Delay-typischen nasalen Sprechgesang. Und was sagt Vorbild Udo Lindenberg dazu? Das hat Jan Delay selbstredend auch schon abgefragt: "Er fand das natürlich geil. Mein Geschmack ist von ihm geschult und damit ist ja wohl klar, dass mein Geschmack mit seinem kongruent ist. Er versteht nur leider meine Texte nicht, aber da ist er ja nicht der Einzige."

jb / cp (dpa)