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Wissen & Umwelt

Von Münster auf den Merkur

Planet Merkur

Obwohl der Merkur im Schnitt "nur" 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist, wissen wir relativ wenig von ihm

Das an der Universität Münster entwickelte Infrarotspektrometer "MERTIS" wird im Jahr 2014 an einer Reise zum sonnennächsten Planeten teilnehmen, dem Merkur. Das Fluggerät gehört zu den insgesamt elf Instrumenten der Raumsonde der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Ihr Fernerkundungsorbiter mit dem Namen MPO ("Mercury Planetary Orbiter") soll unter Einsatz verschiedener Messgeräte und Wellenlängen die Oberfläche und die Zusammensetzung des Planeten mit noch nie zuvor erreichter Genauigkeit erkunden. MPO ist eine Komponente von "BepiColombo", Europas erster Mission zum Merkur.

Prof. Dr. Harald Hiesinger

Prof. Dr. Harald Hiesinger leitet das Projekt "MERTIS"

Planetologen der Universität Münster um Projektleiter Prof. Dr. Harald Hiesinger haben jetzt für diesen Auftrag 11,4 Millionen Euro von der Raumfahrtagentur des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erhalten. Damit sind die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen, um das Infrarotspektrometer "MERTIS" fertigzustellen und eine Reihe von Ingenieursmodellen sowie das eigentliche Flugmodell zu entwickeln. Das Gerät soll dann sechs Jahre lang die Beschaffenheit des Planeten Merkur erfassen, um Rückschlüsse auf seine Entwicklung zu ermöglichen. Merkur ist mit einem Durchmesser von knapp 4800 km der kleinste Planet unseres Sonnensystems. Seine Oberfläche ähnelt der des Mondes, wegen seiner Größe und der chemischen Zusammensetzung zählt er zu den erdähnlichen Planeten.