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Kultur

Von Kunst aus Glas zur Kunst des Badens

Der Wettbewerb mit den großen Meistern, schillernde Kunst aus Glas und die Faszination am Badeerlebnis - die Museenwelt bietet diese Woche eine reiche Vielfalt.

Skulpturen von Frauen in Badeanzügen

"Piraten" von Peter Brauneis

Das Markenzeichen des britischen Künstlers William Turner ist der Wettkampf mit den ganz Großen. Künstler wie Poussin, Rubens, Rembrandt und Titian waren die Quelle seiner Inspiration. Seine Herangehensweise, sich im direkten Wettbewerb mit bekannten Künstlern, unter anderem auch mit zeitgenössischen wie Constable und Bonington, zu messen, war einzigartig in der Geschichte der europäischen Kunst. In "Turner and the Masters", der ersten Ausstellung dieser Art, zeigt die Tate Gallery in London noch bis zum 31. Januar 2010 Turners bekannteste Gemälde im direkten Vergleich mit den Originalen. Turner gilt als führender Vertreter der Romantik und Wegbereiter der Impressionisten. Viele Werke sind nach Jahrzehnten der Trennung wieder vereint, andere wurden nie zuvor in diesem Licht zusammen gezeigt.

Segelschiff auf dem stürmenden Meer, Bild: JMW Turner Dutch Boats in a Gale

"Niederländische Boote im Sturm"

Eine Welt aus Glas

Über 50 Jahre erkundete der deutsche Künstler Klaus Moje die gestalterischen und technischen Möglichkeiten von Glas. Seine Werke reichen von gemeißelten Glasvasen bis hin zu komplizierten, vielschichtigen Gefäßen mit aufwendigen Farbspielereien. Der international gerühmte Künstler, der seine Karriere als Glasschneider im Hamburger Studio seiner Eltern begann, gilt als Gründungsvater der zeitgenössischen Glaskunst. Das New Yorker Museum of Arts and Design hat Moje in seiner langjährigen Entwicklung begleitet und zeigt nun unter dem Titel "Klaus Moje – Painting with Glass" über 68 von Moje gestaltete Objekte. Darunter eine großflächige Wandgestaltung, die er speziell für diese Ausstellung fertigte, ebenso wie nie zuvor ausgestellte Exponate aus seiner privaten Sammlung. Die Ausstellung ist noch bis zum 20. September zu sehen.

"Wasser gibt den Seelen Glanz, den nicht mal Engel überstrahlen"

Badende Frauen und Kinder, Bild: Die Badenden von Maurice Denis

Badekultur Anfang des 20. Jahrhunderts

Schon in der Antike galt die Badekultur als Inbegriff der sinnlichen Entspannung und des Genusses. Wasser als Quelle der physischen Energie und spirituellen Reinigung bietet der künstlerischen Fantasie eine bedeutende Inspirationsquelle. Was gegenwärtig als Freizeitvergnügen verstanden wird, zieht sich in vielfacher Gestalt durch die Epochen der Malerei. In der Ausstellung "Badeszenen – Ritual, Entrüstung und Verführung" präsentiert die Residenzgalerie Salzburg die sinnlichen Seiten der Badekultur, von der Antike bis heute. Von Venus, Nymphen und anderen mythologischen Darstellungen der Antike bis hin zu historischer Bademode und antiken Utensilien, wird noch bis zum 1. November die reiche Vielfalt des sinnlichen Rituals dargeboten.

Die Landschaft als wahre Passion eines Künstlers

Landschaftsmalerei von Georges Rouault

"Landschaft mit Kahn auf dem Wasser" von Georges Rouault

Seine ersten Landschaftsmalereien zeugten von der Faszination des jungen Parisers Georges Rouault für die alten Meister. Der französische Künstler wurde immer wieder für seine Darstellungen junger Mädchen und seine religiösen Werke gerühmt, doch seine wahre Passion galt über 60 Jahre der Landschaftsmalerei. Obwohl er in der Zeit des Kubismus, Expressionismus und Fauvismus lebte, fühlte Rouault sich nie einer Strömung zugehörig. Er wurde zeitlebens als freier und unabhängiger Künstler verstanden, der aus Realität und Spiritualität seine Inspirationen zog. Unter dem Titel "Georges Rouault: Landschaften" stellt das Museum L’Annonciade in St. Tropez, noch bis zum 12. Oktober, 60 Werke des Künstlers aus. Die Werke sind Leihgaben großer internationaler Museen und werden äußerst selten in Frankreich gezeigt.

(dpa/nt)

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