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Von Haien, Hunden und einer gebrochenen Nase

In London kann man Werke Canalettos bestauen - in anderen Metropolen eine gebrochene Nase und einen vier Meter langen Tigerhai. Die internationalen Ausstellungen haben diese Woche einiges zu bieten.

Old Walton Bridge Canaletto

Die alte Walton Bridge von Antonio Canaletto

Canaletto-Ausstellung in London

Die Westminster Bridge von Antonio Canaletto

Die Westminster Bridge von Antonio Canaletto

Als der venezianische Meister Antonio Canaletto (1697-1768) Mitte des 18. Jahrhunderts wegen politischer Wirren die Verkaufsmöglichkeiten für seine Bilder schwinden sah, machte er sich auf nach England, wo er sich großer Beliebtheit sicher sein konnte. Die Bilder, die Canaletto während seines neunjährigen Aufenthalts von 1746 bis 1755 in London malte, sind Gegenstand einer Ausstellung in der Dulwich Picture Gallery im Südosten der britischen Hauptstadt. Seine Ansichten von der Themse, der St. Paul's-Kathedrale, Big Ben, von Schlössern, Triumphbögen und Paradeplätzen bestechen durch Details, Farbenpracht und Perspektive. "Sie sind so faszinierend wie frühe Fotografien", schrieb der "Daily Telegraph". Der Besucher bekomme nicht nur "atemberaubende Kunstwerke", sondern auch "unbezahlbare historische Dokumente" zu sehen. Eine Großzahl der 39 Gemälde und 15 Zeichnungen stammen aus öffentlich nicht zugänglichen Privatsammlungen.

Die Ausstellung ist bis zum 15. April zu sehen

Jasper Johns' Hang zu einfachen Mustern

Der amerikanische Maler Jasper Johns (76) ließ sich besonders in den ersten Jahren seines Schaffens von einfachen Mustern wie Flaggen oder Karten inspirieren. Die "National Gallery of Art" in Washington zeigt in der Ausstellung "Jasper Johns: An Allegory of Painting" über 80 Werke des Pop-Art Künstlers aus den Jahren zwischen 1955 und 1965. Unter ihnen befinden sich einige seiner berühmtesten Gemälde, "Target with Plaster Casts" (1955) und "Diver" (1962). Johns gilt als Pionier der Pop-Art-Generation, der unter anderem die Amerikaner Roy Lichtenstein und Andy Warhol angehörten.

Die Ausstellung endet am 29. April

Rodin-Retrospektive in Zürich - Vom "Höllentor" zum "Kuss"

Torso der Adèle (1878) von Auguste Rodin

Torso der Adèle (1878) von Auguste Rodin

Der "Denker", der "Kuss" oder "Die Bürger von Calais" sind die Highlights einer Rodin-Retrospektive im Kunsthaus Zürich. Doch nicht nur die weltbekannten Werke Auguste Rodins (1840 bis 1917) zeigt die Schau. Zu finden sind auch Skulpturen wie "Der Mann mit gebrochener Nase" oder "Die Erde und der Mond". Die Ausstellung, die bis zum 13. Mai dauert, umfasst insgesamt 160 Bronzen, Gipse und Zeichnungen. Ausgangspunkt ist das "Höllentor", das seit 1948 vor der Fassade des Kunsthauses steht. Nach der Restaurierung ging es als Leihgabe an die Londoner Royal Academy. Pünktlich zur Zürcher Rodin-Schau ist das 6,80 Meter hohe und sieben Tonnen schwere Kunstwerk an seinen angestammten Platz zurückgekehrt.

Von Haien und Hunden: Duchamp, Hirst, Koons und Merz in Bregenz

Die physische Unmöglichkeit des Todes in der Vorstellung eines Lebenden (1991) von Damien Hirst

Die physische Unmöglichkeit des Todes in der Vorstellung eines Lebenden (1991) von Damien Hirst

Ein Hai, der zu einer Ikone wurde, steht im Zentrum der Ausstellung "Re-Object" im Kunsthaus Bregenz: Damien Hirsts Arbeit, in der er einen vier Meter langen Tigerhai in 20 Tonnen Formaldehyd konservierte, avancierte in den 1990er Jahren zum Kernstück der damaligen Young-British-Art-Bewegung und galt als eindrucksvolles Sinnbild der Vergänglichkeit. Das Kunsthaus Bregenz flankiert das tote Raubtier mit Arbeiten wie dem "Balloon Dog" von Jeff Koons und Werken von Gerhard Merz. Ausgangspunkt jedoch ist das Schaffen des Vaters der Readymade-Idee Marcel Duchamp, der um 1913 begann, Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs zum Kunstwerk zu erheben. Die Schau, die bis 13. Mai zu sehen ist, verfolgt die Aufnahme dieser Idee in der zeitgenössischen Kunst und inszeniert mit ausgewählten Exponaten die unterschiedlichen Positionen der vier Künstler. (chh)

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