Von goldenen Autos und Geld auf der Straße | Pressemitteilungen | DW | 16.03.2018
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Pressemitteilungen

Von goldenen Autos und Geld auf der Straße

Die Deutsche Welle startet die neue Social-Media-Reihe „Firas unter Menschen“. Jeden Freitag nimmt der gebürtige Syrer Firas Alshater Eigenheiten seiner neuen Heimat Deutschland in Videobeiträgen unter die Lupe.

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Firas unter Menschen

Jeden Sonntagabend läuft der Tatort, Pünktlichkeit ist ein Muss und alle lieben Fußball. Doch ist das wirklich so? Der syrische Schauspieler und Journalist Firas Alshater, 26, lebt seit knapp fünf Jahren in Deutschland – und zeigt in den jeweils drei- bis fünfminütigen Video-Folgen, was ihn in seiner neuen Heimat überrascht, ob im Biomarkt, auf dem Recyclinghof oder am Arbeitsplatz. Ein humorvolles Integrations-Abenteuer auf Arabisch in zehn Folgen. Alshater: „Menschen in meiner ehemaligen Heimat haben sehr merkwürdige Vorstellungen von Deutschland, zum Beispiel, dass hier alle einen Mercedes haben und dass das Geld auf der Straße liegt.“

Die zunächst für Youtube, Facebook und die arabische Online-Seite der DW entwickelte Serie will Vorurteile ausräumen und beschreibt mit einem scharfen Blick und einer Prise Humor die Realität in Deutschland. „Firas ist ein Multikulti-Talent. Mit ihm wollen wir auch unsere Zielgruppe unter den Flüchtlingen hierzulande stärker binden und vor allem unseren Zuschauern in den arabischen Ländern einen besonderen Blick auf die Lebenskultur in Deutschland ermöglichen“, sagt Naser Schruf, Leiter Hauptabteilung Nah- und Mittelost bei der DW. 

Menschenrechtler und Kriegsflüchtling

Schon 2011 hatte sich Firas Alshater in Syrien einen Namen gemacht. Er organisierte Demonstrationen gegen die Assad-Regierung und kämpfte für ein demokratisches Syrien mit uneingeschränkter Informations- und Meinungsfreiheit. Mehrere Male wurde er dafür verhaftet und gefoltert. 2012 musste er aus der Hauptstadt Damaskus in den Norden des Landes fliehen – und wurde prompt von IS-Kämpfern gefangen genommen. Denn auch dort machte er öffentlich auf die Missstände aufmerksam. 2013 endete seine Flucht schließlich in Deutschland.

Möglicherweise wird die Reihe der DW auch auf Deutsch produziert. Schließlich, so Schruf, sei Firas ein „sehr gutes Beispiel dafür, welche Integrationschancen Flüchtlinge hierzulande haben können“.

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