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Filme

Von einer Gourmet-Ratte und perfekten Welten

Eine bunte Mischung aus Komödie, Drama und Satire wird dem Kinogänger diese Woche geboten. Von der Ratte, die Luxusgerichte zaubert bis hin zu einer perfekten Welt, die vielleicht doch nicht so perfekt ist.

Ratte Remy rennt mit einem Käsestück in der Hand Quelle: AP

Ratte Remy auf der Flucht

Brad Bird, Macher von "Die Unglaublichen", bringt mit Ratatouille erneut einen Animationsfilm ins Kino. In der Hauptrolle spielt die Gourmet-Ratte Remy, die davon träumt Chefkoch in einem Pariser Luxusrestaurant zu werden. Remy fängt an, heimlich in diesem Restaurant zu kochen und zaubert vorzügliche Gerichte bis er vom Küchengehilfen Linguini entdeckt wird. Nach dem ersten Schock über eine Ratte, die reden und zugleich kochen kann, merkt Linguini, der selbst ein schlechter Koch ist, dass Remy ihm helfen kann.

Linguini und Remy schauen sich erschrocken an. Quelle: AP

Linguini erwischt Remy beim Kochen

Jane Austens liebe zum Drama

Wer es lieber etwas romantischer mag, sollte sich Geliebte Jane nicht entgehen lassen. Ein Film über die Schriftstellerin Jane Austen, deren Bestseller "Stolz und Vorurteil" und "Sinn und Sinnlichkeit" sich auch auf der Leinwand einen Namen machten. Der unter der Regie von Julian Jarrold gedrehte Film, basiert auf der Biographie von Jon Spence und einigen Briefen, die Austen selbst verfasste. Wobei die Liebesgeschichte eine eher fiktive ist. Die im englischen Steventon geborene Jane (Anne Hathaway) rebelliert bereits in jungen Jahren gegen die Klassengesellschaft des 18. Jahrhunderts: Sie möchte nicht aus finanziellen Gründen, sondern aus Liebe heiraten. Obwohl ihre Familie am wirtschaftlichen Abgrund steht, lässt Jane die Aussicht auf eine Hochzeit mit dem adligen Mr. Wisley völlig kalt. Ihre Mutter (Julie Walters) dagegen wünscht sich eine gute Partie für ihre 20-jährige Tochter. Doch diese verliebt sich glatt in den jungen Iren Tom Lefroy (James McAvoy), der klug, attraktiv aber arm ist.

Jane Austen sitzt nachdenklich an ihrem Schreibtisch Quelle: Concorde

Anne Hathaway alias Jane Austen

Leben in einer netten und perfekten Welt

Ein bedrückendes aber nahezu authentisches Klima bietet das Drama Anderland (Den Brysomme Mannen) des norwegischen Regisseurs Jens Lien. Ein Bus hält inmitten einer kargen Landschaft. Ein Mann namens Andreas (Trond Fausa Aurvag) steigt aus. Er weiß zwar nicht wie er an diesen Ort gekommen ist, aber als er von einer Gruppe von netten Menschen empfangen wird und Nahrung, Kleider und einen Bürojob bekommt, fragt er nicht weiter nach. Er lernt Anne-Britt (Petronella Barker) kennen und heiratet sie. Nun scheint er ein perfektes Leben zu führen, doch nach einer Weile merkt er, dass in diesem automatisierten Leben etwas fehlt. Es gibt keine Kinder, keine Emotionen und auch keine Lebensfreude. Überall gibt es Aufsichtspersonal, das sehr penibel auf die Einhaltung der Regeln achtet. Doch ein Entkommen aus dieser all zu perfekten Welt mit den unheimlich netten Menschen scheint ausweglos.

Der Hauptdarsteller steht vor einem Auto. Das Wetter ist trüb und dunkel. Quelle: Zorro Film

Andreas in Anderland

Beklemmend lustig

Die groteske Satire Immer nie am Meer handelt von drei Männern, die durch einen Unfall in ihrem Auto eingesperrt werden. Der Geschichtsprofessor Baisch (Dirk Stermann) fährt mit seinem depressiven, tablettenabhängigen Schwager Anzengruber (Christoph Grissemann) nach einer Familienfeier nach Hause. Der Weg führt durch ein dunkles Waldgebiet, in dem sie den Kleinkünstler Schwanenmeister (Heinz Strunk) auflesen, der wegen einer Joggerin die Kontrolle über seinen Wagen verlor und einen Unfall baute. Bei der Weiterfahrt erscheint dieselbe Joggerin wieder wie aus dem nichts und Baisch weicht gerade noch aus. Als die drei Männer zu sich kommen, finden sie sich eingeklemmt zwischen zwei Bäumen. Die Scheiben sind aus Panzerglas, das Schiebedach klemmt und die Türen lassen sich nicht öffnen. Es beginnt eine Zeit des Wartens auf Rettung, in der sie all ihre Vorräte aufbrauchen. Bald schon nähert sich der Junge Toni (Philip Bialkowski) dem Wagen. Doch der mutmaßliche Retter entpuppt sich als ein kleiner Forscher, der wissen möchte, wie Lebewesen in Stresssituationen reagieren. Antonin Svoboda führte bei diesem Film Regie. (fua)

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