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Politik

Von der Wüste in den Dschungel

Von den Bergen und Wüsten Afghanistans in den Dschungel der Philippinen: Die USA haben ihre nächste größere Militäraktion gegen den Terrorismus eingeleitet.

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US-Soldaten sind nicht überall willkommen

Zwar sollen die knapp 700 US-Soldaten die philippinische Armee beim Kampf gegen die Moslem-Rebellen der Abu Sayyaf nach offiziellen Angaben aus Washington nur "beraten". Dennoch ist dieser neue Einsatz kaum weniger gefährlich als der vorherige in Afghanistan. Die Abu-Sayyaf-Guerilleros, die mit dem mutmaßlichen Terrornetzwerk El Kaida von Osama bin Laden in Verbindung stehen sollen, gelten als besonders hartgesottene und brutale Kämpfer. Zudem ist das politische Umfeld heikel. Auf den Philippinen gibt es bereits Proteste gegen den Einsatz der US-Soldaten.

Nach US-Angaben wurden bislang 250 Soldaten auf den Inseln Basilan und Jolo im Süden der Philippinen stationiert. Insgesamt sollen etwa 690 US-Soldaten entsandt werden, darunter auch etwa 150 Elitesoldaten. Die "Green Berets" spielten in Afghanistan eine entscheidende Rolle. Sie mobilisierten Anti-Taliban-Kämpfer und koordinierten die Angriffe gegen die Taliban und El Kaida.

Gemeinsame Übungen

Die US-Verbände sollen die philippinischen Soldaten ausbilden und mit ihnen gemeinsame Übungen abhalten. Einige US-Elitesoldaten sollen nach offiziellen Angaben aus Manila jedoch auch die philippinischen Verbände bei der Suche nach Abu-Sayyaf-Rebellen im Dschungel begleiten. Zwar dürfen die US-Soldaten nicht direkt in die Kämpfe eingreifen, ihre Waffen aber zur Selbstverteidigung gebrauchen. Ferner soll die philippinische Armee aus den USA mit Waffen, Treibstoff und modernen Waffen versorgt werden.