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Aktuell Deutschland

Von der Leyen will Bundeswehr aufstocken

Die Bundeswehr soll flexibler werden, um sich besser auf neue Bedrohungslagen und Einsätze einzustellen. Nach Medieninformationen will die Verteidigungsministerin dafür die Truppe um mehrere tausend Soldaten vergrößern.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Personalobergrenze für die Bundeswehr abschaffen und so mehr Flexibilität für die Arbeit der Streitkräfte schaffen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. In dem Bericht heißt es, dass sie ein entsprechendes Konzept bereits in der kommenden Woche öffentlich vorstellen werde.

Bislang gibt es eine starre Personalobergrenze von 170.000 Zeit- und Berufssoldaten sowie weitere 15.000 freiwillig Wehrdienst Leistende. Nach dem Prinzip des "atmenden Personalkörpers", so von der Leyen wörtlich, sei zunächst ein Stellenzuwachs um rund 7000 Soldaten geplant. Außerdem solle zeitnah die Anzahl der Berufssoldaten zunehmen, die Zahl der Zeitsoldaten hingegen entsprechend abgebaut werden. Flexibler gehandhabt werden sollen auch die Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit der Bewerber - je nachdem, ob es sich beispielsweise um gesuchte IT-Experten oder um Mitglieder der Kampftruppe handelt.

Gemischte Reaktionen auf Personalpläne

Der Unionsverteidigungsexperte Henning Otte (CDU) bezeichnete das Konzept gegenüber dem Redaktionsnetzwerk als die "richtige Antwort, um flexibel auf veränderte Sicherheitslagen reagieren zu können". Dem Deutschen Bundeswehrverband gehen die Pläne des Verteidungsministeriums dagegen noch nicht weit genug. Die deutschen Streitkräfte müssten mindestens um 19.000 Stellen aufgestockt werden. "Wenn wir nur die Lücken schließen wollen, brauchen wir einen Zuwachs von 15.000 Planstellen plus rund 4000 für zivile Beschäftigte", sagte Verbandschef André Wüstner der "Rheinischen Post". Die Truppe sei seit Ende 2014 im roten Bereich.

Kritische Einwände gab es auch von Rainer Arnold, Verteidigungsexperte der SPD-Fraktion. Er begrüßte zwar grundsätzlich den Wegfall eines starren Personaldeckels. "Solange die Ministerin aber nicht das für Personal und Gerät zusätzliche Geld hinterlegt hat, gibt es null politische Verbindlichkeit" für die versprochene Trendwende, sagte er dem Redaktionsnetzwerk.

bri/qu (afp, dpa)

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