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60 Jahre DW

Von der Kurzwelle zu Audio-on-demand

Drei Stunden Deutsch auf Kurzwelle – mit diesem Hörfunkangebot nimmt die DW 1953 ihre Programmarbeit auf. 60 Jahre später ist sie ein Multimediaunternehmen, das Menschen auf allen Kontinenten in 30 Sprachen informiert.

DW Mikro, neues Logo

Mikro

Deutsche und Deutschstämmige in aller Welt sind zunächst die Zielgruppen der DW. Ab Herbst 1954 richtet sie sich auch an Hörerinnen und Hörer im Ausland, die nicht deutsche Muttersprachler sind – mit zunächst je fünf Minuten Nachrichten auf Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch, die schon bald um weitere Sendungen ergänzt werden. In den folgenden Jahren wird das Sprachenspektrum immer mehr erweitert – auf zeitweise 44 Sprachen: darunter Farsi für Iran, Türkisch, Spanisch für Lateinamerika, Portugiesisch für Brasilien, Russisch, Polnisch, Tschechisch und Ungarisch, Arabisch, Kisuaheli und Hausa, Chinesisch, Indonesisch und Urdu. Über Jahrzehnte prägen vor allem die vielsprachigen Radioangebote das Bild des deutschen Auslandssenders.

„Stimme der Freiheit“

Flexibel reagiert die DW im Hörfunk auf politische Ereignisse und technische Entwicklungen. In vielen Krisen – vom „Prager Frühling“ 1968 über die Zeit der Diktatur in Griechenland in den 1970er-Jahren bis zu jenen in Afghanistan und Irak – erwirbt sie den Ruf als „Stimme der Freiheit“. Immer wieder weitet sie Sendezeiten aus, um das Interesse der Menschen in Konflikt- und Kriegsregionen besser befriedigen zu können. Während der Kriege in Ex-Jugoslawien startet sie 1992 ein Albanisches Programm, ein Jahr darauf ein Suchprogramm auf Bosnisch für Flüchtlinge.

Einen besonderen Akzent in ihren Programmen setzt die DW mit den Radiosprachkursen. „Lernt Deutsch bei der Deutschen Welle“ heißt es ab Oktober 1957 in vier Sendesprachen. Auftakt für die erfolgreiche Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache über Hörfunkprogramme. Ab 1970 lädt der Sprachkurs „Familie Baumann“ zum Sprachlernen ein. Seither wurde das Angebot immer weiter ausgeweitet. Heute bietet die DW im Internet ein virtuelles Klassenzimmer, das Lernern und Lehrern neue interaktive Möglichkeiten des Spracherwerbs eröffnet.

Zeitgemäße Angebote

Auch im internationalen Rundfunk bestimmt die Nachfrage das Angebot. So zieht sich die DW 1998 von einer ganzen Reihe von Medienmärkten zurück und stellt die Kurzwellenprogramme auf Dänisch, Norwegisch, Niederländisch und Italienisch ein. Andererseits weitet sie das Russische Programm zeitlich aus, nimmt im Jahr 2000 ein Ukrainisches Programm auf und eröffnete 2005 zusätzlich ein Fenster für Belarus. Und während sie ihre Sendung auf Sanskrit für Südasien einstellt, schafft sie ein Angebot auf Romanes.

Multimediale Berichterstattung ist heute das Markenzeichen der Redaktionen im Bonner Funkhaus. Bild: DW/G.Degen

Multimediale Berichterstattung ist heute das Markenzeichen der Redaktionen im Bonner Funkhaus.

Als die DW Ende 1999 die Hörfunkausstrahlungen auf Japanisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch beendet, ist dies auch eine Konsequenz massiver Etatkürzungen des Bundes. Selbst für das deutschsprachige Kurzwellenprogramm kommt am 30. Oktober 2011 das Aus: Ein multimediales Online-Angebot in deutsche Sprache, das sich auch zeitlich versetzt und im eigenen Rhythmus nutzen lässt, ist nun am besten geeignet, die Informationsinteressen der Zielgruppe zu bedienen.

Kurzwelle und mobile Angebote

Fast überall ist mit dem Siegeszug des Internets und verbesserten Möglichkeiten des Radioempfangs die Bedeutung der Kurzwelle dramatisch zurückgegangen. Nur in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara und einigen Regionen Asiens sendet die DW heute noch auf Kurzwelle – doch auch hier ist die Nutzung durch die Zielgruppen stark rückläufig.

Gleichzeitig empfängt eine wachsende Zahl überwiegend junger Nutzer die Audio-Angebote der DW auf mobilen Endgeräten. Diese bieten nicht nur eine bessere Qualität als die Kurzwelle, sondern ermöglichen zugleich die Interaktion mit der DW: So beteiligen sich Nutzer direkt an Live-Sendungen und melden sich per SMS im Studio, sei es mit Fragen, Anregungen oder Kritik. Auch bei den Internet-gestützten Angeboten hat die DW früh die Zeichen der Zeit erkannt. Als erster deutscher Rundfunksender präsentierte sie Podcasting-Download-Abonnements für Audio- und Video-Angebote. Nutzer können zudem einen Großteil der Inhalte in allen 30 Programmsprachen der DW auf ihren mobilen Geräten abrufen – zu erreichen über http://mobile.dw.de.

Im Zuge der fortschreitenden Konvergenz der Medien hat die DW 2008 begonnen, die Hörfunk- und Online-Redaktionen Zug um Zug zu multimedial arbeitenden Teams zusammenzuführen. So entstehen im Bonner Funkhaus in den meisten Redaktionen Inhalte sowohl für Radio als auch für die multimediale Webseite dw.de.

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