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Filme

Von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens

"Nichts bereuen" ist ein kluger und unterhaltsamer Film von tiefer Menschlichkeit. Leicht, lebendig und mit rauem Charme setzt Benjamin Quabeck seinen Kino-Erstling ins Bild.

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Hauptdarsteller Daniel Brühl

Benjamin Quabecks "Nichts bereuen" kommt am Donnerstag (15.11.2001) in Deutschland in die Kinos. Man darf gespannt sein, denn immerhin hat der Jungregisseur für sein Werk den mit 80.000 DM dotierten Regie-Förderpreis der Hypo Vereinsbank erhalten, den vor ihm unter anderem Vanessa Jopp, Sönke Wortmann und Oskar Roehler erhielten. Der Förderpreis gilt als gutes Ticket für eine Regiekarriere. Der 25-jährige Quabeck drehte "Nichts bereuen" als Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg und schrieb auch selbst die Drehbuchvorlage. Das Debüt ist ein kleiner wilder Film über die Erfahrungen und Fantasien eines jungen Zivis und wird von manchen Kritikern als Entdeckung des Jahres bewertet.

Die Nachwuchsgarde des deutschen Films

Ein bisschen frischer Wind könnte der deutschen Filmszene nicht schaden, denn deutsche Filme – bis auf die von Tom Tykwer – werden außerhalb Deutschlands so gut wie gar nicht wahrgenommen. Könnten manche Kritiker also Recht haben, wenn sie sagen, dass sich eine neue Generation deutscher Filmemacher stark macht? Solcher, die es nicht auf den Anschlussvertrag bei Fernsehsendern abgesehen haben oder Hollywood schlecht kopieren, sondern das Leben wirklichkeitsnah schildern, genug künstlerische Ambitionen und Können zeigen, und dazu noch humorvoll sind. Der junge Debütant Quadbeck hat jedenfalls das Zeug irgendwann einmal auf der gleichen Stufe mit Tom Tykwer, Hans Christian Schmidt oder Oskar Roehler zu stehen.

Und darum geht's

"Nichts Bereuen" ist die Geschichte von Daniels Bemühungen, endlich erwachsen zu werden. Daniel (Daniel Brühl) ist 19, kommt nach bestandenem Abitur aus dem Urlaub zurück und freut sich, dass das Leben nun endlich richtig losgeht! Losgehen tut es auch, aber: nach hinten! Sein Vater hat ihm einen unerträglichen Zivi-Job bei der Kirche besorgt und das Wiedersehen mit seiner Angebeteten Luca (Viva-Moderatorin Jessica Schwarz) verläuft katastrophal. Luca ist bezaubernd, atemberaubend, aufregend, Daniels große Liebe und unerreichbar für ihn! "Jungfrau" Daniel hat sich Luca für sein "erstes Mal" auserwählt. Diese Entscheidung hat er vor vier Jahren getroffen. Luca weiß davon bis heute nichts. Für sie ist Daniel "nur" ein guter Freund.

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