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Von allen guten Geistern verlassen

Was haben Wladimir Putin, Joschka Fischer, Silvio Berlusconi und Jan Ulrich gemeinsam? Sie bewegen die Gemüter der DW-WORLD-Leser! Stichworte: korrupt, kriminell, pseudo-intellektuell.

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Comeback für Silvio Berluscconi

Die Tatsache, dass ein korrupter, krimineller Politiker wieder in die Politik einsteigen will und evtl. auch noch gewählt wird zeigt, dass die Italiener von allen guten Geistern verlassen sind. Es scheint so, dass die Wähler in Italien mit den Untaten dieses Berlusconi einverstanden sind und ihn mit ihrer Wahlstimme hochjubeln. (Karl Heinz Kammertöns)

Da viele Menschen Shows gerne sehen, gewinnt der Show-Master wieder. Was stört es da, dass manche (wohl niederträchtig Gesinnte) ihm schmutziger Verbindungen und noch so einiger nicht ganz reiner Dinge verdächtigen? (Gerhard Seeger)

Ich finde es gut, dass Berlusconi das Ruder in Italien in die Hand bekommen hat. Er ist ja auch durch seine früheren Amtszeiten für das Desaster in Italien verantwortlich, die letzte Regierung Prodi hatte es nicht leicht mit den Attacken der Opposition zu regieren. Diese Regierung wird es noch schwerer haben, die angestauten Altlasten der vergangenen Jahre in den Griff zu bekommen. Ich glaube, dass es ihm auch diesmal nicht gelingen wird das Steuer herum zu werfen. Denn an seine Politik wird sich nichts ändern. Auch er wird in die Geschichte eingehen: sicher nicht als Held - eher als der grosse Versager mit dem übergrossen Maul! (Walter Krauer)


Todesstrafe

Niemand hat das Recht, einen Menschen zu töten. Auch Schwerstverbrecher sind Produkte unserer Gesellschaft, die wir befürworten und verteidigen. Wer Töten verurteilt, macht sich bei der Zustimmung der Todesstrafe selbst zum Mörder und verliert dabei jede Glaubwürdigkeit - gleichzeitig legitimiert er dem Mörder den Mord an seinem "Feind" und Opfer, denn das Motiv der Todesstrafe ist gleich dem Motiv des Schwerverbrechers: den "Feind" schwer schädigen und "aus dem Weg räumen". Daraus lässt sich die sehr sehr lange Erkenntnis ableiten, dass Strafen, wie hart sie auch sein mögen, nicht vor schweren Verbrechen abschrecken. (Stephan Pabel)


Boykott der Olympischen Spiele

Ich hoffe, dass alle Athleten sich von der Eröffnungsfeier zurückhalten. Aber das ist mein Traum, der natürlich auch platzt. (Waltraud Maassen)


Wird die russische Gesellschaft sowjetisiert?

Ich habe es immer gesagt, Putin bleibt der Machthaber, Medwedew ist nur Marionette. Putins Macht und Möglichkeiten sind größer denn je. Es wird schlimm werden für die jetzt schon überwiegenden armen Menschen in Russland. Demokratie, Pressefreiheit, Menschlichkeit ade! (Dieter Scherer)


Embryonale Stammzellenforschung

Bei allen Diskussionen wird selten die höchst problematische Eizellengewinnung erwähnt. Deshalb problematisch, weil es ein enormer Eingriff in den Hormonhaushalt von Frauen ist und zu schweren Krankheiten - bis hin zum Tod - führen kann. Ich halte es von der Forschung für unverantwortlich, für ihre Visionen von eventuellen Heilungschancen gesunde Frauen, gleichgültig wo auf der Welt, diesen Risiken auszusetzen. (Gudrun Nositschka)


Joschka Fischer wird 60

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern hat Fischer eine große politische Leistung - z.B. als Außenpolitiker - gar nicht vorzuweisen. Noch nicht einmal eine kleine. Seine größte politische Leistung, sofern man unter Politik das Streben nach Macht versteht, war es sicher, ein ganzes Volk für dumm zu verkaufen. Fischer hat eine singuläre Fähigkeit: sich nach oben durchzuwühlen. Er kann ein betroffenes Gesicht machen und pseudointellektuelles Geschwafel von sich geben. Ansonsten war und ist er völlig unfähig. (Hartmut Redlefs)


Jan Ullrich kauft sich frei

Spätestens seitdem Helmut Kohl in seiner Spendenaffäre die Möglichkeit des Freikaufes angeboten wurde und er diese annahm, ist mir klar was Zweiklassenjustiz ist. Wahrscheinlich gibt es viele solcher Deals in Deutschland, wenn der Delinquent nur prominent genug ist und zahlen kann. Unerbittliche Härte ist dagegen bei Handtaschenräubern und Ladendieben angesagt. Den Herren Kohl, Hartz, Ullrich u.a. wird aus solchen Verfahren kein Imageschaden erwachsen. Nachdem die Medien das Thema irgendwann, weil ausgequetscht, fallen lassen, vergisst der Bürger schnell. (Rüdiger Baehrens)