1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Deutschland

Von 3D bis i-Dos: IFA-Trends 2010

Wer in diesen Tagen das Berliner Messegelände besucht, soll dort die größte IFA aller Zeiten erleben. Die zum Auftakt veröffentlichten Zahlen sprechen dafür. Doch welche Neuheiten werden auf der 50. IFA geboten?

IFA-Fahnen auf dem Berliner Messegelände (Foto: AP)

Auf den ersten Blick erscheint das Bild in den Berliner Messehallen nicht anders als in den Vorjahren: Die IFA ist und bleibt eine bunte flimmernde Fernsehwelt. Wenn man genauer hinschaut, merkt man schnell, da gibt es doch viel Neues. Warum stehen die Menschen oft mit Brillen vor den Bildschirmen? 3D lautet die neue Fernsehformel. Was Filmfans durch Blockbuster wie "Avatar" im Kino längst erfahren haben, soll nun auch im heimischen Wohnzimmer erlebbar werden. Die Fernsehbilder werden dreidimensional.

Viel Euphorie mit gebremstem Schaum

Fast alle namhaften Fernseh-Gerätehersteller haben gleich Dutzende neue, 3D-fähige Fernseher nach Berlin gebracht, und dazu sicher mehrere tausend Brillen, ohne die das dreidimensionale Vergnügen bislang nicht funktioniert. Warum einer der führende deutschen Hersteller, die Firma Loewe, auf dieser IFA noch nicht in der 3D-Liga mitspielt, erklärt Unternehmenssprecher Dr. Roland Raithel: "Es ist zwar sehr faszinierend, 3D am Fernsehbildschirm zu sehen. Nur, wir meinen, dass das mit der dafür notwendigen Brille nicht häufig gemacht wird." Da die Kunden im gehobenen Marktsegment 3D erwarteten, werde auch Loewe in Zukunft seine Geräte mit dieser Funktionalität ausstatten. "Wir wollen nicht die Ersten sein, sondern wir wollen die beste 3D-Lösung", fügt Raithel hinzu.

Die neuesten TV-Geräte und Bluray-Plaver von Philips sind nicht nur 3D-fähig sondern verfügen mit NET-TV auch über eine Internetplattform. Net TV bietet eine Auswahl lokaler und internationaler Partner-Angebote. Dazu gehören Services wie YouTube, Tagesschau, Bild.de, TV Movie, Kino.de und viele andere. (Foto: Philips)

TV kann Internet und 3D

Vielleicht setzt Loewe dabei auf die findigen Entwickler des Fraunhofer Instituts, die auf der IFA bereits Zukunftslösungen für ein 3D-Fernsehen ohne Brille demonstrieren. Ein weiterer Wehrmutstropfen dürfte aber auch der Preis sein. Geben die Deutschen für einen Flachbild-Fernseher derzeit im Schnitt 680 Euro aus, müssen sie für ein 3D-fähiges Gerät um die 2000 Euro hinblättern. Es wird erwartet, dass die Preise im nächsten Jahr fallen. Die Verbraucher haben also die Wahl, ob und wann sie auf diesen Zug aufspringen wollen.

Web goes TV

Gleiches gilt natürlich auch für andere IFA-Neuheiten. War z.B. vor zwei Jahren noch Zurückhaltung beim hochauflösenden Fernsehen angebracht, so ist HDTV dank der Fußball-Weltmeisterschaft und einem wachsenden Programmangebot schon fasst ein Muss beim Neukauf eines Fernsehers. In diesem Jahr rückt neben 3D die Verbindung von Fernsehen und Internet in den Blickpunkt. Möglich wird das durch den neuen Standard HbbTV - die Abkürzung für "Hybrid Broadcast Broadband TV".

Die Idee ist, dass der Zuschauer bequem zwischen dem Fernsehprogramm und Online-Angeboten hin und her schalten kann - auf einem Gerät und mit einer Fernbedienung. So könne man zusätzliche Informationen zum gesehenen Programm erhalten oder eine Sendung, die man verpasst und nicht aufgezeichnet hat, nachträglich sehen, erläutert Sascha Lange vom japanischen Hersteller Toshiba. "Alle diese Dinge können aus dem Internet kommen und müssen natürlich leicht bedienbar sein. Und das ist eben das, was HbbTV schafft".

Lesen Sie mehr: Auch der gute Ton ist wichtig auf der IFA.