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Kultur

Vom Streit um die rechte Domain

Im Internet tobt ein bizarrer Kampf. Da bedient sich jemand fremder, hoch offizieller Namen, um seine rechtsextremen Ideen zu verbreiten - ungefähr so als würde auf einer Gift-Flasche das Etikett "Quellwasser" kleben.

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Nicht nur virtueller Ärger für Minister Otto Schily

Theoretisch kann sich jeder eine Internetadresse seiner Wahl im Netz reservieren, so lange der Name noch nicht vergeben ist. Dieses Wer-zuerst-kommt-malt-zuerst-Prinzip stammt noch aus den Kindertagen des Internet, als Freiheit der Kommunikation ganz groß geschrieben wurden. Mit der Zeit wurden die Adressen knapp und das Bewusstsein der E-Business-Macher größer, dass Internetadressen Geld wert sind. Das so genannte Domain-Grabbing (oder auch Cypersquatting) begann.

Die Domain-Richter

Dann trat die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) in Erscheinung. Die Organisation ist für die Verwaltung der Top-Level-Domains (.com, .net, .org) zuständig und initiierte einen weltweiten Gedankenaustausch zum Domain-Problem. Als Resultat wurde eine Uniform Dispute Resolution Policy (UDRP), ein Gesetz zum Domain-Streit, verabschiedet.

Beteiligt war auch die WIPO, die World Intellektuell Property Organisation – eine UN-Organisation zum Schutz geistigen Eigentums. 1994 öffnete in Genf ein neues WIPO-Büro, das sich zur führenden Schlichtungsstelle für Netz-Streitigkeiten entwickelte.

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