1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Europa

Vom Mast erschlagen: Familienausflug in den Niederlanden endet tödlich

Beim Bruch eines Mastes auf einem alten Segelschiff sind im Hafen des niederländischen Ortes Harlingen drei Kinder einer deutschen Familie getötet worden. Das Schiff war von einer Fahrt auf dem Ijsselmeer zurückgekehrt.

"Der Mast brach beim Einlaufen in den Hafen ab und stürzte dann aufs Deck", erklärte der Bürgermeister von Harlingen, Roel Sluiter. Fotos vom Unglücksort zeigen jedoch, dass der vordere Mast nicht umstürzte, sondern dass allem Anschein nach vom oberen Teil des Mastes die sogenannte Gaffel mitsamt dem Segel auf das Deck des historischen Schiffs "Amicitia" stürzte. Wie und warum es zu dem Unglück kam, ist noch unklar. Die Polizei erklärte, dass technische Experten das Schiff untersuchen.

Bei den Toten handelt es sich nach Angaben der Hilfsdienste um Jugendliche im Alter von vermutlich 17 bis 21 Jahren. Diese waren nach Angaben der Polizei der Provinz Friesland Mitglieder einer Familie, die zu einer Gruppe von zwölf deutschen Passagieren auf der "Amicitia" gehörten.

Niederlande: Der gebrochene Mast der Amicitia (Foto: picture-alliance/dpa/C. van der Veen)

Der gebrochene Mast der "Amicitia" - Experten ermitteln

Die 24 Meter lange und 4,80 Meter breite zweimastige "Amicitia" stammt aus dem Jahr 1889. Der ehemalige Frachtsegler, ein sogenannter Klipper, wird von dem Unternehmen Wadcharter in Leeuwarden für Touren auf dem Ijsselmeer verchartert. Von dem Unternehmen waren zunächst keine Auskünfte zu dem Zwischenfall erhältlich.

Ähnliches Unglück bereits im Mai

Nach Angaben des Fachmagazins "Yacht" herrschte zum Zeitpunkt des Unglücks vor Harlingen starker Wind von fünf bis sechs Beaufort, das sind umgerechnet zwischen 29 und 49 Stundenkilometern. Wie das Magazin weiter berichtet, kam es im Mai vor Harlingen bereits zu einem ähnlichen Unglück. Damals brach ebenfalls der Mast eines Klippers und verletzte vier Passagiere.

ww/hf (dpa/Bild)