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Filme

Vom Kurvenstar zur Charakterfrau

In ihrer Heimat Italien wird Claudia Cardinale nach wie vor angebetet. Neben Sophia Loren und Gina Lollobrigida zählt sie zu den "göttlichen Diven". Jetzt bekommt die Cardinale den Ehrenbären für ihr Lebenswerk.

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Ehrenbär für Claudia Cardinale

Auch Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac ist dem Charme und der Ausstrahlung von Claudia Cardinale erlegen. Sie sei eine "fast mythische Gestalt der mediterranen Frau", gab Chirac vor drei Jahren anlässlich der Aufnahme der Schauspielerin in die französische Ehrenlegion bekannt. Die Cardinale gehöre zu den europäischen Darstellerinnen, die Kinofilme auch nach Jahrzehnten noch faszinierend machen.

Wie alles begann...

Die Karriere der am 15. April 1939 – manchmal heißt es auch 1938 – geborenen Cardinale beginnt ähnlich wie bei so mancher Diva des italienische Kinos der 50er und 60er Jahre: Die in Tunis auf die Welt gekommene Tochter einer französischen Mutter und eines italienischen Vaters gewinnt 1957 einen Schönheitswettbewerb. Zum Preis gehört eine Reise zum Filmfestival von Venedig.

Dort, so sagt jedenfalls die Legende, fällt die junge Claude Josephine Rose bei einem Empfang dem Produzenten Franco Cristaldi auf. Der sucht gerade eine junge Schauspielerin, die er als italienische Antwort auf die Französinnen Brigitte Bardot und Jeanne Moreau aufbauen kann. Claudia Cardinale bekommt den Zuschlag und bald darauf Cristaldi für einige Jahre als Ehemann.

Als Charakterdarstellerin gefragt

Claudia Cardinale auf dem Opernball

Cardinale startet mit leichtfüßigen Komödien wie "Diebe haben's schwer" als so genannter Kurvenstar. Doch von Anfang an ist klar: Diese Frau hat mehr zu bieten als ein attraktives Äußeres. Der Film wird ihr erster Kinohit. Regie-Legende Luchino Visconti vertraut ihr schon bald nach dem kommerziell erfolgreichen Start zwei Rollen an, die sie künstlerisch fordern und als Charakterschauspielerin etablieren: "Der Leopard" (1962) und "Sandra" (1964). Sie glänzt an der Seite von Burt Lancaster und Alain Delon. Kritiker rühmen ihre starke, sinnliche Ausstrahlung. Federico Fellini holt sie 1963 als Partnerin von Marcello Mastroianni für "Achteinhalb" vor die Kamera. Die "CC" – so wird Claudia Cardinale in Anspielung auf die französische Schauspielerin Brigitte Bardot ("BB") genannt – arbeitet in den Folgejahren mit weiteren renomierten Regisseuren, wie Sergio Leone und Werner Herzog.

Symbolbild Film Festival roter Teppich

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