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Reise

Vom Bahnhof zum Bischof

Die hessische Stadt Fulda ist Sitz der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz sowie des Deutschen Evangelischen Kirchentages. So etwas prägt eine Stadt. Aber Fulda ist mehr als Kirche.

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Der Dom in Fulda

Wie meinte noch die Frau im Fotoladen? "Schön ist es bei uns in Fulda. Ist doch klar, wo hier doch die Bischöfe sind." Und Recht hat sie. Fulda, das ist urbane Anmut und Schönheit im Schatten, aber auch im Zeichen des Kreuzes.

Zugegeben: Steigt man am Bahnhof aus, sind es noch nicht die Kirchen, die den Ankommenden begrüßen. Eher weisen moderne Tempel den Weg ins Zentrum - sei es die obligatorische Fast-Food-Filiale oder die Dependancen verschiedener Kaufhausketten, die jede deutsche Stadt gleich aussehen lassen.

Geht man aber weiter hinein, in die verwinkelte Innenstadt, dann wird es immer sakraler. Hier kommt man an der imposanten Stadtpfarrkirche vorbei, trifft auf Straßen, die Nonnengasse, Jesuitenplatz oder Abtstor heißen, passiert eine der ältesten Kirchen Deutschlands, sieht Plakate, die für Hochstift-Bier werben oder steht vor einem mittelalterlichen Frauengefängnis, dem sogenannten Hexenturm - das ist Fuldaer Kirchengeschichte in allen Facetten.

Barock around the clock

"Barockstadt Fulda" steht schon auf den Schildern an der Autobahn. Ein Stadtrundgang erfreut hier nicht nur den Kunsthistoriker. Es bummelt sich gut durch die verzweigten, kopfsteingepflasterten Gassen. In den restaurierten Fachwerkhäusern haben sich bunte Boutiquen und kleine Straßencafés angesiedelt, und der Verkehr bleibt weitestgehend draußen.

In gut einer Viertel Stunde kann man Fulda durchschreiten. Es ist eine Stadt der kurzen Wege, eine Stadt, in der man ankommt und sofort da ist.

Einst "Zonenrand", jetzt mitten drin

Stolz ist Fulda auch auf seine Lage. Bis zur "Wende" lag die Stadt im Zonenrandgebiet, unweit der deutsch-deutschen Grenze. Durch die Wiedervereinigung rückte Fulda wieder an seinen alten Platz - ins Zentrum Deutschlands.

Egal ob Nord, Süd, Ost oder West, Hamburg, München, Berlin oder Köln - alles ist in rund drei Stunden erreichbar. Neben dem barocken Ambiente ist das wohl ein wichtiger Grund, warum die Stadt einen Stammplatz im Tagungskalender vieler Firmen und Institutionen inne hat.

Auch die Rhön ist schön

Redet man in Fulda über die Lage, dann kommt natürlich die benachbarte "Rhön" zur Sprache - eine Mittelgebirgslandschaft, die begeistert. Und das gilt für Naturliebhaber, die die Hochmoore erkunden oder eine der 1000 Kuppen erwandern wollen ebenso wie für Sportfreaks.

Dass diese Naturlandschaft eine Seltenheit ist, das hat ihr auch die UNESCO bescheinigt, als sie die Rhön zu einem der 14 deutschen Biosphärenreservate erklärte.

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