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Bildung

Vom Aalto-Theater bis zur Zeche Zollverein

Egal ob Theater oder Comedy, Oper oder Party - langweilig wird es in Essen nicht. Im Sommer lockt der Baldeneysee, im Winter "Essen on Ice". Und die Städte an Rhein und Ruhr sind schnell und preiswert zu erreichen.

Rolltreppe zur Kohlenwäsche auf dem Welterbe Zollverein (Foto: Thomas Willemsen)

Wahrzeichen des Ruhrgebiets: die Zeche Zollverein in Essen

"Ich kenne einige Städte in Deutschland, aber Essen gefällt mir am besten. Hier finde ich alles, was ich brauche", sagt Zhai Xiaojing. Die Gaststudentin aus China ist zum Germanistikstudium nach Essen gekommen, in eine Stadt mitten im Ruhrgebiet, die beides vereint: urbanes Flair im Stadtzentrum und grüne Oasen am Rande der Stadt.

Zhai Xiaojing wohnt in einem Studentenwohnheim: "Was mir hier am besten gefällt, ist die Gemeinschaftsküche. Jeden Abend kochen wir miteinander und können uns unterhalten." Und wenn sie sich nach dem Lernen entspannen will, hat sie es nicht weit: "Die Umgebung unseres Wohnheims ist sehr ruhig und grün, ein guter Ort für Spaziergänge."

Zum Sonnenbaden an den Baldeneysee

Im Sommer trifft man sich auf den Wiesen am Baldeneysee und entlang der Ruhr zum Sonnenbaden, Grillen oder Tretboot-Fahren, geht im Park der "Villa Hügel" spazieren oder macht Fahrradtouren, beispielsweise auf den 230 Kilometern des "RuhrtalRadwegs".

Wer das Umland von Essen kennen lernen will, kann Tagesausflüge in die Städte entlang von Rhein und Ruhr machen. Für Studierende der Universität Duisburg-Essen ist das nicht teuer, sie bekommen - wie alle Studierenden in Nordrhein-Westfalen - mit ihrer Immatrikulation automatisch das "NRW-Ticket" zur kostenfreien Fahrt in allen Bussen, Regional- und Straßenbahnen in ganz NRW.

Der Kinosaal des Lichtspieltheaters 'Lichtburg' (Foto: dpa)

Vorhang auf: Die "Lichtburg" ist einer der schönsten alten Kino-Paläste in Deutschland.

Auf der Route der Industriekultur

Kunstliebhaber zieht es in die Domschatzkammer des mittelalterlichen Stifts in der Essener Innenstadt, ins Museum Folkwang oder in die "Villa Hügel", wo regelmäßig internationale Ausstellungen gezeigt werden. Und natürlich können die Essener und ihre Gäste direkt vor Ort alles über die industrielle Vergangenheit der Region erfahren: Die stillgelegte "Zeche Zollverein" ist seit 2001 UNESCO-Welterbe, Ausstellungsort und Teil der "Route der Industriekultur", die sich quer durchs Ruhrgebiet zieht.

Für Kino-Liebhaber ist Essen ideal: Neben Deutschlands größtem Multiplex-Kino gibt es Lichtspielhäuser aus den 1920er-bis 1950er-Jahren. Im Kino-Palast "Lichtburg", der 1928 eröffnet wurde, wird bis heute der rote Teppich für Premieren ausgerollt. Opern- und Theaterfreunde zieht es in eines der sieben Theater der Stadt, in die Philharmonie oder ins Aalto-Opernhaus. Der größte Veranstaltungsort Essens aber ist die Gruga-Halle, in der auch schon die Rolling Stones gespielt haben.

Auf eine Tasse Kaffee im Unperfekthaus

Ein außergewöhnlicher Treffpunkt auch für Studierende ist das 2004 gegründete "Unperfekthaus" in der Innenstadt. Gegen geringes Eintrittsgeld kann man hier den ganzen Tag umsonst Kaffee oder Cola trinken, chatten, E-Mails schreiben oder eines der vielen Künstlerateliers besuchen. Ein guter Ort für Gaststudierende, die alternative Kulturszene der Stadt kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen.


Autorin: Svenja Üing
Redaktion: Stephanie A. Hiller