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Sport

Volleyball

Schmettern, blocken, baggern und pritschen. Bei den Olympischen Spielen können sich die Volleyballfans aussuchen, ob sie diese Aktionen lieber unter dem Hallendach verfolgen wollen oder beim Beachvolleyball am Strand.

Piktogramm für Volleyball bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking, China. Foto: +++(c) Picture-Alliance / ASA+++

Hallenvolleyball war bei Olympischen Spielen der Spätstarter unter den Ballsportarten. Anders als Fußball, Wasserball oder Hockey war es erst 1964 in Tokio zum ersten Mal im Programm. Allerdings hatte sich der aus den USA stammende Sport auch erst Mitte des 20. Jahrhunderts in Europa, Asien und dem Rest der Welt etabliert.

Die erfolgreichsten Volleyballnationen sind die Russen mit drei Olympiasiegen bei den Männern und vier bei den Frauen. Der letzte davon gelang allerdings vor 20 Jahren. Zwischen 1992 und 2000 stellten die Kubanerinnen mit drei Olympiasiegen in Folge einen Rekord auf. Sie gelten auch in Peking neben Titelverteidiger China wieder als Goldfavoritinnen. Bei den Männern ist Brasilien nach dem Erfolg vor vier Jahren in Athen erster Anwärter auf den Sieg.

Deutsche noch ohne Olympiasieg

Während mit dem VfB Friedrichshafen die erste deutsche Mannschaft überhaupt 2007 überraschend die Champions League gewonnen hat, sucht man große Erfolge der Nationalmannschaft dagegen vergeblich. Die bisher letzte Olympiateilnahme einer deutschen Männermannschaft gab es 1972 in München. Damals holte das ostdeutsche Team nach einer Finalniederlage gegen Japan Silber. Die deutschen Frauen waren immerhin bei den vergangenen Olympischen Spielen in Atlanta, Sydney und Athen dabei, konnten aber nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Bei den Boykottspielen in Moskau 1980 holte die ostdeutsche Frauenmannschaft Silber, nach dem sie das Finale gegen die damalige Sowjetunion verloren hatte.

Japan fordert den deutschen Block bei der WM 2002 in Deutschland. (AP Photo/Martin Meissner)

Einer der erfolgreichsten Volleyballer überhaupt ist der Amerikaner Charles Kiraly. Er führte die US-Mannschaft 1984 und 1988 zum Olympiasieg in der Halle. Danach wechselte er auf den Strand und gewann 1996 in Atlanta bei der Olympischen Premiere des Beachvolleyballs zusammen mit Partner Kent Steffes wieder Gold.

„Zuschauer pushen uns mit ihrer Partystimmung“

Die schnelle Volleyball-Variante auf dem Sand hat dem klassischen Hallensport in der Zuschauergunst schnell den Rang abgelaufen. Für die deutsche Beachvolleyballerin Sara Goller liegen die Gründe dafür auf der Hand: „Es wird draußen gespielt, normalerweise ist schönes Wetter bei den Turnieren und die Atmosphäre ist einfach super. Die meisten Zuschauer sind irgendwie in so einer Urlaubsstimmung und das macht Spaß.“

Piktogramm für Beach-Volleyball bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking, China. Foto: +++(c) Picture-Alliance / ASA+++

Trotz Urlaubsatmosphäre und Musik auf den Tribünen dürfen die Aktiven nicht vergessen, hart für ihren Erfolg auf dem Feld zu arbeiten. Sara Gollers Teampartnerin Laura Ludwig kommt da die gute Stimung als Motivation aber gerade recht: „Die Leute pushen uns. Wenn die Partystimmung machen, dann feiern wir auf dem Feld auch eine Art Party. Wir schlagen dann den Gegner, weil so gute Stimmung herrscht.“


Spieler aus Übersee dominieren am Strand

Der größte Unterschied zum klassischen Hallenvolleyball ist schnell ausgemacht: Anstatt sechs spielen auf dem Sand nur zwei Spieler in einer Mannschaft.

Interessante Rückansicht: Zeichensprache beim Beach-Volleyball (AP Photo/ Jan Bauer)

Für Sara Goller macht genau das auch den großen Reiz aus: „Man ist mehr gefordert als Einzelperson. In der Halle kann man z.B. ausgewechselt werden, beim Beachvolleyball nicht. Das ist auch psychisch eine ganz andere Belastung. Du weißt in gewissen Situationen, dass du immer angespielt wirst und das Spiel machen musst.“

Erst dreimal wurden Beachvolleyball-Olympiasieger bei den Männern und Frauen ausgespielt. Und immer triumphierten mit den USA, Brasilien oder Australien bisher Teams aus Übersee. Dass also ein deutsches Team 2008 Gold holt, ist eher unrealistisch. Die beste Platzierung gelang im Jahr 2000 in Sydney Jörg Ahmann und Axel Hager. Die beiden Deutschen gewannen völlig überraschend die Bronzemedaille.

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