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Wirtschaft

Volkswagen verkauft weniger Autos

Bereits im zweiten Monat nach Bekanntwerden des Abgas-Skandals hat Volkswagen weniger Autos verkauft als ein Jahr zuvor. In den USA war der Einbruch besonders deutlich.

Weltweit verkaufte Volkswagen im November 834.000 Pkw und Nutzfahrzeuge. Gegenüber dem Vorjahresmonat war das ein Minus von 2,2 Prozent, teilte der Hersteller am Freitag in Wolfsburg mit.

"Der Volkswagen-Konzern und seine Marken durchleben aktuell eine herausfordernde Zeit", sagte VW-Chef Matthias Müller am Freitag in Wolfsburg laut Mitteilung.

Auch der bisherige Jahresverkauf liegt mit 1,7 Prozent im Minus. Das Ziel, 2015 so viele Autos zu verkaufen wie im Vorjahr, gerät damit in Gefahr.

Einbruch in USA, Brasilien und Russland

Besonders stark war der Rückgang in den USA, wo die Manipulation von Stickoxid-Werten bei Diesel-Fahrzeugen im September aufgeflogen war. Über alle Marken hinweg sank der Absatz dort im November um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Kernmarke VW verzeichnete sogar einen Einbruch von rund 25 Prozent.

Massive Einbrüche musste Volkswagen in Brasilien (minus 51 Prozent) und Russland (minus 34 Prozent) hinnehmen. Diese beiden Schwellenländer kämpfen derzeit mit schrumpfender Wirtschaftskraft.

China und Europa gleichen aus

In Westeuropa lag der Absatz dagegen mit 2,6 Prozent im Plus, und Deutschland sogar mit rund vier Prozent.

Ein Lichtblick für den Wolfsburger Konzern ist die leichte Erholung des weltgrößten Automarktes China. Mit 329.000 Fahrzeugen rollten im November 5,5 Prozent mehr zu den Kunden als vor Jahresfrist. Im für den Konzern wichtigsten Einzelmarkt werden kaum Diesel-Fahrzeuge nachgefragt.

VW-Chef Matthias Müller hatte am Donnerstag erklärt, womöglich werde das Wachstum in China Rückgänge infolge der Abgas-Affäre ausgleichen können. Der Bestelleingang habe per November 3,5 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen.

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VW Dieselgate: Eine Chronik

Porsche und Audi im Plus

Mit Blick auf die wichtigsten Marken des Autobauers legten im November weltweit einzig Porsche mit 2,1 Prozent, Audi mit 1,0 Prozent und die LKW-Marke Scania mit 0,3 Prozent zu.

Alle anderen Marken verloren - darunter die Marke VW mit minus 2,4 Prozent. Die prozentual höchsten Einbußen verzeichnete der Nutzfahrzeug-Hersteller MAN mit einem Minus von 22,3 Prozent im Vergleich zum November 2014.

Der Volkswagen-Konzern steckt derzeit in einer tiefen Krise. Im September hatte der Autobauer zugeben müssen, dass weltweit bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen mehrerer Marken eine Manipulations-Software eingesetzt wurde, die den Stickoxid-Ausstoß im Testbetrieb als zu niedrig auswies.

bea/ (dpa, reuters, afp)

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