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Wirtschaft

Volkswagen: Stationen einer Krise

Die Abgas-Affäre hatte Volkswagen in eine schwere Krise gestürzt. Inzwischen scheint sich der Autoriese aus Wolfsburg wieder etwas zu berappeln. Hier ein Überblick über die Entwicklung in Sachen Dieselgate.

18. September 2015: 

Das US-Umweltamt EPA teilt mit, Volkswagen habe eine Software eingesetzt, um Abgaswerte von Dieselautos zu fälschen.

25. September: 

Der VW-Aufsichtsrat beruft Porsche-Chef Matthias Müller zum Konzernchef - nach dem Rücktritt von Martin Winterkorn.

15. Oktober: 

Das Kraftfahrt-Bundesamt ordnet einen Pflichtrückruf aller VW-Dieselautos mit Betrugs-Software an. In ganz Europa müssen 8,5 Millionen, in Deutschland 2,5 Millionen Wagen in die Werkstatt.

22. April 2016: 

Der Abgas-Skandal brockt dem Volkswagen-Konzern für 2015 mit 1,6 Milliarden Euro den größten Verlust aller Zeiten ein.

16. Juni: 

VW kündigt an, sich nach der Dieselkrise grundlegend neu aufzustellen und unter anderem die Elektromobilität stark auszubauen.

8. August: 

Das Landgericht Braunschweig gibt den Startschuss für ein Musterverfahren wegen der Aktionärsklagen gegen Volkswagen.

29. August: 

Aufgrund einbrechender Gewerbesteuern erhöhen einige VW-Städte stark die kommunale Gebühren.

1. September: 

Das Bundesverkehrsministerium wirft auch Fiat den Einsatz "unzulässiger" Abschalteinrichtungen vor - Fiat dementiert.

18. November: 

Nach langen Verhandlungen zwischen Management und Betriebsrat steht der "Zukunftspakt" für die VW-Kernmarke. Er kombiniert massive Einsparungen mit Milliarden-Investitionen.

5. Dezember: 

In der 13. Konzernmarke Moia bündelt VW das neue Geschäft mit digitalen Dienstleistungen. Sitz der Firma wird Berlin.

20. Dezember: 

Im Rechtsstreit um Hunderte Zivilklagen verkündet ein US-Richter einen Kompromiss. VW soll Kunden, Behörden, Händlern und US-Bundesstaaten über 16 Milliarden Dollar an Entschädigung zahlen.

11. Januar 2017: 

VW und das US-Justizministerium vergleichen sich in strafrechtlichen Fragen auf eine Zahlung von 4,3 Milliarden Dollar.

19. Januar:

Im Abgas-Untersuchungs-Ausschuss des Bundestags bekräftigt Ex-VW-Chef Winterkorn, frühzeitig nichts von Manipulationen gewusst zu haben. Ähnlich äußern sich am 16. Februar Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und am 8. März Kanzlerin Angela Merkel.

8. Februar: 

Wieder Streit um den "Zukunftspakt" - der Betriebsrat droht, den Plan platzen zu lassen. Später einigen sich beide Seiten.

24. Februar: 

VW beschließt ein neues System zur Vorstandsvergütung. Es enthält Obergrenzen und schärfere Regeln für die Zahlung von Boni.

9. März: 

Bei den Aufsichtsräten sollen Boni künftig ganz entfallen.

10. März:

VW prüft eine Kooperation mit dem indischen Tata-Konzern.

wen/iw (dpa)