Volkswagen bleibt größter Autobauer der Welt | Wirtschaft | DW | 17.01.2018
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Wirtschaft

Volkswagen bleibt größter Autobauer der Welt

VW hat trotz des Dieselsskandals im vergangenen Jahr so viele Autos verkauft wie nie zuvor und dürfte sich damit zum zweiten Mal in Folge den Titel des weltgrößten Autobauerss sichern.

Der Autobauer übergab 2017 10,74 Millionen Fahrzeuge an Kunden in aller Welt, wie das Unternehmen in Wolfsburg mitteilte. Das waren 4,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 2016 hatte Volkswagen einschließlich der beiden Lkw-Töchter MAN und Scania weltweit 10,3 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Allein im vergangenen Dezember steigerte der Konzern die Auslieferungen um 8,5 Prozent auf knapp eine Million Stück.

Der japanische Rivale Toyota hatte bereits im Dezember mitgeteilt, dass er für 2017 mit einem weltweiten Absatz von 10,35 Millionen Fahrzeugen rechne. Das wäre zum Vorjahr ein Plus von zwei Prozent. Für 2018 hat sich Toyota 10,5 Millionen Auslieferungen vorgenommen.

Den hausgemachten Dieselskandal hat Volkswagen noch nicht überwunden. Die Wiedergutmachung der millionenfachen Abgas-Manipulation kostete den Konzern bereits mehr als 25 Milliarden Euro und wird auch in diesem Jahr zu weiteren Belastungen führen. Doch abseits der Altlasten läuft das Geschäft rund. Dabei kommt dem Autobauer zugute, dass er mit zwölf Marken weltweit präsent ist und so konjunkturelle Schwankungen ausgleichen kann.

Kräftiges Plus in Osteropa und China

In Europa kam der Konzern mit 4,3 Millionen Auslieferungen auf ein Wachstum von 3,3 Prozent. Im Heimatmarkt Deutschland wurden 2017 knapp 1,3 Millionen Fahrzeuge verkauft - ein leichter Rückgang um 0,4 Prozent. Im Dezember 2017 gab es in Deutschland mit 97.500 ausgelieferten Fahrzeugen hingegen ein Plus von 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

In der Region Zentral- und Osteuropa habe die Erholung des russischen Marktes den Absatz positiv beeinflusst und 2017 zu einem Wachstum von 13,2 Prozent geführt, teilte der Autobauer weiter mit. In der Region Nordamerika verzeichnete das Unternehmen im vergangenen Jahr mit 976.400 Auslieferungen ein Plus von 4,0 Prozent.

In der Region Asien-Pazifik, zu der auch der wichtige chinesische Markt gehört, stiegen die Absatzzahlen 2017 um 4,3 Prozent auf 4,5 Millionen Fahrzeuge. An Kunden in China gingen in dieser Zeit knapp 4,2 Millionen Neuwagen des Volkswagen-Konzerns - ein Anstieg um 5,1 Prozent. Zum Jahresende hätten die Auslieferungen im größten Einzelmarkt noch einmal "kräftig" zugelegt, erklärte Volkswagen. Im Dezember wurden demnach 460.100 Neuwagen an Kunden in China ausgeliefert - ein Plus von 17,8 Prozent.

Von den weltweit 10,74 Millionen verkauften Fahrzeugen entfiel mit gut 6,2 Millionen der Großteil auf die Marke VW. Dahinter folgen Audi mit knapp 1,9 Millionen und Skoda mit 1,2 Millionen ausgelieferten Autos. Die Marke Seat setzte 2017 weltweit rund 468.000 Fahrzeuge ab, Porsche 246.000.

tko/ul (dpa, rtr)

 

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