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Kultur

Volksverhetzungs-Verfahren gegen Leni Riefenstahl eingestellt

Gegen die Filmregisseurin Leni Riefenstahl wird nicht mehr wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Leugnung von NS-Verbrechen ermittelt. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft stellte ein vom Kölner Roma-Verein "Rom" angestrengtes Verfahren ein. Das berichtete die Behörde am Freitag. Streitpunkt war eine inzwischen zurückgenommene Behauptung der umstrittenen Filmemacherin, sie habe nach dem Zweiten Weltkrieg sämtliche "Zigeuner-Komparsen" aus ihrem Film "Tiefland" lebend wiedergesehen. Laut "Rom" sind viele der als Komparsen eingesetzten 120 Sinti und Roma aus den Konzentrationslagern Maxglan und Marzahn von den Nationalsozialisten ermordet worden.

Laut Staatsanwaltschaft hat sich die 100 Jahre alte Riefenstahl nach der Anzeige in einer Unterlassungserklärung verpflichtet, die Äußerung nicht zu wiederholen. Mit Rücksicht auf ihr hohes Alter und wegen des mangelnden öffentlichen Interesses sei das Verfahren danach eingestellt worden. Riefenstahl war wegen ihrer Propaganda-Filme "Thriumph des Willens" und "Olympia - Feste der Völker - Fest der Schönheit" stets eine besondere Nähe zum Hitler-Regime vorgehalten worden.