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Kultur

Volksschauspielerin Edith Hancke ist tot

Sie galt als "Königin des Boulevard-Theaters". Bis vor Kurzem stand sie noch in der Berliner Komödie auf der Bühne. Nun ist Edith Hancke im Alter von 86 Jahren verstorben.

Ein Markenzeichen des beliebten Boulevard-Stars war das Berlinern mit einer hohen, fast piepsigen Stimme: Damit avancierte sie schon in der Nachkriegszeit zu einer gefragten Darstellerin an verschiedenen Bühnen in der Spreemetropole. Neben Engagements am Schiller- oder Schlosspark-Theater gehörte Hancke lange Jahre auch zum festen Ensemble der Kabarettbühne "Die Stachelschweine". Dort spielte sie die echte "Berliner Göre".

Ihre dritte Ehe mit dem Intendanten und Regisseur Klaus Sonnenschein bescherte ihr Rollen in bekannten Boulevardstücken der 70er Jahre, die sich - wie "Mutter Gräbert macht Theater" zu Dauerbrennern entwickelten. Mehrfach stand sie auch gemeinsam mit ihrem Ehemann auf der Bühne.

Komödien mit Heinz Rühmann und Heinz Erhardt

Auch im Film hatte Edith Hancke erfolgreiche Auftritte. 1949 gab sie als Adelheid in Erich Engels Filmadaption von Gerhard Hauptmanns "Biberpelz" ihr Kinodebüt. Sie spielte in den 50er und 60er Jahren an der Seite von Heinz Rühmann genauso wie in komischen Rollen wie der Fahranfängerin im Heinz-Erhardt-Film "Natürlich die Autofahrer" von 1959.

Im Fernsehen machte sie sich als Serienschauspielerin einen Namen: "Die Familie Hasselbach", "Ein Mann will nach oben" oder "Leute wie du und ich".

Anlässlich ihres 80. Geburtstags 2008 wurde sie in den Medien als eine der ganz großen Volksschauspielerinnen geehrt. Für den Berliner "Tagesspiegel" steht sie für Berlin wie der Funkturm.

Am Donnerstag ist Edith Hancke in Berlin gestorben, wie das Berliner Theater am Kurfürstendamm mitteilte.

so/uh (dpa, Munzinger)