1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Vision "Internet-Minister"

Jeder, der mit öffentlichen Ämtern zu tun hat, weiß, dass bürokratische Wege oft sehr weite Wege sind. Durch intensivere Nutzung elektronsicher Medien in den Beamtenstuben soll dies jetzt anders werden.

default

"eGovernment" - Tempo im öffentlichen Dienst

Sei es beim Standes- oder beim Finanzamt: Bis man zum gewünschten Ziel kommt, bedarf es häufig mehrerer Telefonate und etlicher Briefe. Einfache Vorgänge entwickeln sich zu langwierigen Prozessen. Bis alle Formalitäten erledigt sind, ziehen im Verwaltungswesen unter Umständen mehrere Monate ins Land. Dabei könnte alles viel schneller gehen, wenn denn die Behörden die elektronischen Medien effektiver nutzen würden. Deutschland hinkt beim sogenannten "eGovernment" hinterher. Jetzt macht die Industrie verstärkten Druck, die vereinzelten Ansätze in diesem Bereich umfassend weiterzuentwickeln. Gefordert wird ein "Internet-Minister", der die Fäden in Deutschland in die Hand nimmt.

Abkehr vom traditionellen Behördendenken

In der Bundesregierung gibt es zwar den politischen Willen, ins "eGovernment" aufzubrechen, aber es fehlt an der Übertragung in die Köpfe der Verwaltungseinheiten. Als Nachteil erweist sich immer wieder die starke Dezentralisierung in Deutschland mit den verschiedenen Zuständigkeiten von Bund, Ländern und Gemeinden. Ein "Internet-Minister" könnte die bisherigen Insel-Lösungen koordinieren, neue Anstöße geben und für einen sinnvollen Einsatz der finanziellen Mittel sorgen. Auch im Vergleich zu Unternehmen, wo das "eBusiness" über die Wettbewerbsfähigkeit entscheidet, sind die öffentlichen Investitionen in intelligente Datenhaltung und Vernetzung bislang eher gering.

Die Forderung nach einem "Internet-Minister" ist in der Bundesregierung mit Interesse aufgenommen worden. Wenn alles wie geplant verläuft, sollen bis zum Jahr 2005 alle dafür geeigneten Dienstleistungen der Bundesverwaltung im Internet bereitgestellt werden. Nötig wäre zusätzlich die Vernetzung mit den Ländern und Kommunen.

Für den Bürger könnte "eGovernment" bedeuten, dass das Berhördendenken der traditionellen Verwaltung einmal von einer Arbeitsweise abgelöst wird, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ereignisse wie Heirat oder Wohnortwechsel würden dann nicht mehr eine Tournee durch mehrere Amtsstuben, sondern nur noch wenige Mausklicks am PC erfordern.

WWW-Links