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Kultur

Virtuelles Klassentreffen

Die meisten Menschen denken irgendwann einmal mit Wehmut an ihre Schulzeit zurück und würden zu gerne wissen, was aus den Freunden von damals geworden ist. Das Internet bietet eine Plattform, um Treffen zu organisieren.

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"Weißt du noch, bei der Schr.... hatten wir Deutsch!"

Ehemalige Mitschüler übers Web aufstöbern - das ist nichts Neues mehr. Die entsprechenden Angebote erfreuen sich in den USA schon länger eines regen Zulaufs. Dort gehen die Nutzerzahlen in die Millionen. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile ein Online-Angebot, das sich ausschließlich der Organisation von Klassentreffen widmet: die Web-Site Passado.de. Und es lohnt sich: Rein statistisch ist es wohl so, dass bei rund 200.000 registrierten Mitgliedern jeder mindestens eine ihm bekannte Person wiederfindet.

Belohnung im Erfolgsfall

Schulunterricht

Die Seite wird von zwei ehemaligen Schulfreunden, Michael Pütz und Johannes Ballé, betreut. Der eine ist Informatikstudent, der andere Zivildienstleistender. "Wir haben sehr begeisterte und aktive Mitglieder", berichtet Pütz. "Wir setzen jetzt vor allem auf den Schneeballeffekt. Im Durchschnitt empfiehlt jedes Mitglied die Seite einer weiteren Person." Um dies zusätzlich zu unterstützen, gibt es jetzt alle zwei Wochen einen Preis für denjenigen, der die meisten neuen Mitglieder wirbt. "100 Euro, so als Zuschuss zur Getränkekasse beim nächsten Treffen", sagt Pütz.

Nix ist umsonst ...

Kinder in der Schule

Aber auch in die Kasse von Passado.de soll Geld kommen. Deshalb ist für die Nutzung vieler Angebote, wie das Schreiben von Mitteilungen an andere Ehemalige, ab Mai eine Gebühr von zehn Euro im Jahr fällig. Die Anmeldung selbst bleibt aber weiter kostenlos. Für den Nutzer hat dies den Vorteil, dass er sich erstmal anmelden und sehen kann, ob er wirklich Freunde oder Bekannte wiederfindet. Und erst wenn das der Fall ist, tritt er dann sozusagen richtig bei, um mit ihnen in Kontakt zu treten und vielleicht ein Treffen zu organisieren.

Wie funktioniert die Seite?

Leipzig Handelshochschule

Leipziger Handelshochschule

Bei der Anmeldung wählt man Bundesland, Stadt und Schule aus, gibt den Namen, Eintritts- und Abgangsjahr sowie E-Mail-Adresse und ein Passwort ein. Danach erscheint eine Liste aller registrierten ehemaligen Schüler der Schule, sortiert nach Abgangsjahren. Man kann sich dann, wenn man als Mitglied beitritt, in allgemeinen Foren oder dem speziellen zur betreffenden Schule austauschen, chatten und auch Klassenbilder hochladen und ins Web stellen.

In der Datenbank erfasst sind alle Schultypen von Grundschule bis zum Gymnasium und auch Universitäten. Und wenn die alte Schule inzwischen geschlossen oder umbenannt wurde, wie dies vielfach auf dem Gebiet der ehemaligen DDR geschah, dann klickt man einfach auf "Schule hinzufügen" und schon steht sie allen anderen auch zur Verfügung. "Die Daten, die bei Passado gespeichert sind, werden aber auf keinen Fall an Dritte weitergegeben", versichert Pütz. Selbst bei einer Schließung sei garantiert, dass die gesammelten Daten nicht weitergegeben werden. ap/(arn)



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