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Kultur

Viren, Trojaner, Würmer

Experten für Sicherheitssoft- und Hardware haben Hochkonjunktur auf der CeBIT. Viele Unternehmen sind für das Thema Sicherheit sensibler geworden.

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Computervirus "ILOVEYOU"

Glaubt man einer Studie der Schweizer Rückversicherung Swiss Re, dann haben die Schäden, die der über E-Mail verbreitete Computervirus "ILOVEYOU" weltweit verursacht hat, es im Jahr 2000 unter die Top Ten der zehn größten Schadensereignisse gebracht, zwischen Überschwemmungen, Wirbelstürmen und Vulkanausbrüchen. Sicherheit, genauer: Computersicherheit, verkauft sich auch und besonders in der Krise gut. Weltweit, so schätzen Experten, werden die Umsätze mit Sicherheitssoftware in diesem Jahr um rund 18 Prozent auf knapp sechs Milliarden Euro steigen, während man in vielen anderen Segmenten der IT-Branche von zweistelligen Zuwachsraten nur träumen kann.

Toralv Dirro, Virenexperte bei McAfee, einem Tochterunternehmen von Network Associates, erklärt, warum sich manche Viren so rasend schnell über die Welt verbreiten: "Diese Viren funktionieren so, dass sie die Festplatte des Betroffenen nach E-Mail Adressen durchsuchen, sich dann selber per E-Mail verschicken, indem sie einen mehr oder weniger plausiblen Text automatisch generieren, sich selber an diese E-Mail anhängen und dann darauf warten, dass ein Anwender, der diese E-Mail empfängt, sie ausführt."

Die Firewall schützt

So wird eine Lawine losgetreten. Natürlich gibt es einfache Vorsichtmaßnahmen - aber kaum jemand beherzigt sie. Verdächtige Dateianhänge, die auf ausführbare Programme hindeuten, sollten vorsichtshalber sofort gelöscht werden, auch wenn die Mail von einem guten Bekannten zu stammen scheint. Vorsicht ist zum Beispiel angebracht, wenn eine Mail von einem guten Bekannten plötzlich englischen Text in der Betreffzeile zeigt. Die Anbieter von Virenschutzprogrammen wie Symantec oder McAfee haben zurzeit Hochkonjunktur auf der CeBIT. Diese Programme durchsuchen jede eingehende Mail auf verdächtigen Programmcode und gleichen sie mit einer Datenbank ab, in der sämtliche bekannten Viren gespeichert sind.

Was aber tun, wenn der Virus so neu ist, dass das Schutzprogramm ihn noch nicht kennt? Virenexperte Toralv Dirro: "Dort versuchen wir mit generischen und heuristischen Methoden, auch neue Viren zu entdecken, das ist allerdings nicht in allen Fällen möglich. Das heißt: Dort ist der Anwender wirklich darauf angewiesen, sein Antivirenprogramm schnell zu aktualisieren. Und er hat weitere Schutzmöglichkeiten, zum Beispiel durch den Einsatz einer persönlichen Firewall, einer Desktop-Firewall können gerade Viren, die ihr eigenes Mailprogramm mit bringen, ziemlich komplett geblockt werden."