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Syrien-Gespräche

Vierte Sicherheitszone in Syrien kommt

Die Teilnehmer der Syrien-Gespräche in Astana haben sich auf eine "Kontroll- und Deeskalationstruppe" auch für Idlib geeinigt. Die Provinz wird von radikal-muslimischen Rebellen kontrolliert.

Syrien Soldaten in Deir Essor (Getty Images/AFP)

Syrische Regierungssoldaten in einer Kampfpause

Bei den Syrien-Gesprächen in Kasachstan haben sich Russland, der Iran und die Türkei darauf geeinigt, eine gemeinsame Schutztruppe für die Provinz Idlib einzusetzen. Die Provinz im Nordwesten des Landes wird vollständig von der radikal-islamischen Nusra-Front kontrolliert; diese gilt als früherer syrischer Ableger der Terrororganisation Al-Kaida.

Russland und der Iran als Verbündete der syrischen Regierung sowie die Türkei als Unterstützer der Rebellen kündigten in der kasachischen Hauptstadt Astana in einer gemeinsamen Erklärung an, eine "Kontroll- und Deeskalationstruppe" aufzustellen. Die Soldaten würden an bestimmten Kontrollpunkten an den Grenzen des ausgewiesenen Gebiets stationiert. Ihre Aufgabe werde es sein, Zusammenstöße zwischen den syrischen Regierungskräften und der Opposition zu vermeiden und eine Feuerpause zu gewährleisten. Idlib wäre damit die vierte Schutzzone in Syrien.

Gewalt in Schutzzonen hat spürbar abgenommen

Die Vereinbarung gelte für ein halbes Jahr. Ein gemeinsames Zentrum der drei ausländischen Mächte solle die Lage in den sogenannten Deeskalationszonen überwachen und den Zugang kontrollieren. In diesen Gebieten sollen Binnenflüchtlinge Schutz finden. In drei früher festgelegten Zonen, zum Beispiel in Vororten von Damaskus, gibt es zwar noch Gefechte zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Die Gewalt hat aber spürbar abgenommen.

An der sechsten Verhandlungsrunde in der Hauptstadt von Kasachstan nahmen auch Vertreter von Regierung und Opposition in Syrien teil. Eine weitere Runde wurde für Ende Oktober angesetzt. Russland und der Iran unterstützen die syrische Führung militärisch, die Türkei gilt als Schutzmacht der Opposition. Parallel dazu gibt es Gespräche unter Vermittlung der UN in Genf. 

Seit dem Beginn des Konflikts in Syrien im Frühjahr 2011 sind nach UN-Schätzungen mehr als 330.000 Menschen getötet worden. Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben.

mas/jj (afp, ap, dpa)

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