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Aktuell Amerika

Vierte Bruchlandung für SpaceX

Die Mission war erfolgreich doch die Landung missglückte: Wieder muss das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX den Verlust einer Trägerrakete hinnehmen. Sie zerschellt auf der Lande-Plattform im Pazifik.

"Es sieht aus, als wäre es eine harte Landung gewesen", schrieb SpaceX-Gründer Elon Musk auf Twitter. Die Trägerrakete des US-Unternehmers hatte zuvor erfolgreich einen von Frankreich und den USA entwickelten Satelliten in einer Erdumlaufbahn abgesetzt. Er soll unter anderem genauere Daten über den Anstieg der Meeresspiegel liefern. Doch beim Landen auf der vorgesehenen Plattform im Pazifischen Ozean brach die unbemannte "Falcon-9"-Rakete (Artikelbild) auseinander.

Technisches Problem bei der Landung

Laut SpaceX lag die Bruchlandung nicht an hoher Geschwindigkeit oder rauer See, sondern an einem technischen Problem: Ein Fuß der Rakete sei nicht verriegelt gewesen. Daher sei die "Falcon-9" nach der Landung umgekippt, teilte das Unternehmen mit.

Wie andere Raumfahrtunternehmen will auch SpaceX seine Trägerraketen mehrmals verwenden - immerhin kostet eine von ihnen mehrere hundert Millionen Dollar. Bis jetzt ist eine sichere Landung allerdings erst einmal gelungen: Im Dezember setzte eine "Falcon-9"-Rakete unbeschadet auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida auf.

Raumfahrt-Unternehmer Elon Musk vor einem SpaceX-Schriftzug (Foto: ap)

Raumfahrt-Unternehmer Elon Musk

Mehrfachverwendung im Trend

Auf den schwimmenden Plattformen im Meer zerbarsten bisher alle Raketen. Landungen seien dort wegen der kleineren Fläche und der Bewegung der Plattform schwieriger als an Land, erklärte Musk, der darauf hofft, langfristig Trägerraketen wie Flugzeuge zwischen Erde und All einsetzen zu können.

Auch die Konkurrenzfirma Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos forscht an wiederverwertbaren Raketen. Sie konnte im November eine Suborbital-Rakete heil zur Erde zurückbringen. Die Firma hat aber nie eine Landung im Meer getestet.

cw/wl (afp, dpa)