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Politik

Vieraugengespräch zwischen Merkel und Obama

Bundeskanzlerin Merkel hat den USA volle Unterstützung bei den Bemühungen zur Lösung der Krisen weltweit zugesagt. Die Kanzlerin lobte zugleich die deutsch-amerikanischen Beziehungen.

Angela Merkel in Washington (Foto: AP)

Bundeskanzlerin Merkel will mit US-Präsident Obama intensiv zusammenarbeiten

Zentrale Themen bei dem Treffen am Freitag (26.06.2009) im Weißen Haus in Washington sind die Lage im Iran und im Nahen Osten, die Wirtschaftskrise und den Klimaschutz. Unmittelbar zuvor hatte Merkel ihren Willen zu einer engen Kooperation bekräftigt. "Es wird eine intensive freundschaftliche Zusammenarbeit", sagte Merkel. Deutschland habe ein "elementares Interesse" daran, dass die Politik des amerikanischen Präsidenten Barack Obama erfolgreich sei, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Auftakt ihrer kurzen USA-Reise in Washington.

"Türen aufgestoßen"

Barack Obama (Foto: AP)

US-Präsident Barack Obama

Merkel sagte, sie habe mit "Interesse und Freude" beobachtet, wie Obama in den vergangenen Monaten bereits Türen aufgestoßen habe. Dabei verwies sie unter anderem auf den Konflikt im Nahen Osten, die Lage in Afghanistan und die Reform der internationalen Finanzmärkte. Beim Thema Klimawandel - so Merkel weiter - seien sich die USA und die Europäer gegenwärtig so nah wie nie zuvor. Mit Blick auf die Proteste im Iran erklärte die Bundeskanzlerin, sie sei "erschüttert", wie mit friedlichen Demonstranten umgegangen werde. Die Weltgemeinschaft müsse alles daran setzen, dass der Iran nicht in den Besitz von Atombomben komme.

Atlantikbrücke ehrt Merkel

Kurz nach ihrer Ankunft am Donnerstag erhielt die Kanzlerin in Washington den Eric-M.-Warburg-Preis für ihre Verdienste um die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Der 1952 gegründete Verein "Atlantik-Brücke" ehrt mit dem Preis Persönlichkeiten, die dazu beigetragen haben, "Deutschlands Platz in der atlantischen Allianz zu sichern und zu festigen". Die Auszeichnung ist nach dem 1990 verstorbenen Hamburger Bankier Eric Moritz Warburg benannt, einem Mitbegründer der "Atlantik-Brücke". Bisherige Preisträger waren unter anderem 1996 der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und Ex-US-Außenministerin Condoleezza Rice (2007).

Merkel bei der Preisverleihung (Foto: AP)

Merkel bei der Preisverleihung

In ihrer Dankesrede betonte Merkel die besondere Bedeutung der transatlantischen Zusammenarbeit. Besonders seien die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland deshalb, weil sie auf den gleichen Fundamenten von Werten basierten, wie zum Beispiel der Achtung der Menschenrechte. "Tragende Säule" sei die gemeinsame Sicherheits- und Außenpolitik. Auch die Bewältigung der Finanzkrise werde "sehr stark davon abhängen, wie unsere Werte sich in Zukunft behaupten", meinte die Kanzlerin.

Antrittsbesuch im Weißen Haus

Streifen von Industrieabgasen über dem Nordatlantik (Foto: dpa)

Klimaschutz: USA und Europa "so nah wie nie zuvor"?

Als ein wichtiges Thema ihres Treffens mit Obama nannte Merkel den Klimaschutz. Es sei ein guter Zeitpunkt, um noch einmal abzugleichen, wie man auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen zu einem Nachfolge-Abkommen für das auslaufende Kyoto-Protokoll gelangen könne, sagte die Kanzlerin. Neben der Entwicklung in Afghanistan, Nordkorea und dem Iran dürften Merkel und Obama auch über die Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen in Deutschland und Konsequenzen aus der Wirtschaftskrise sprechen. (HF/wa/gmf/dpa/afp/ap/rtr)

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