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Millionen-Metropolen

Vier Weltstädte wollen Dieselautos verbieten

Mexiko-Stadt, Paris, Athen und Madrid wollen beim Klimaschutz ernst machen. Sie wollen als ihren Beitrag zum Schutz von Mensch und Umwelt bis 2025 Diesel-Pkws komplett aus dem Stadtgebiet verbannen.

Press conference of the 2016 C40 Mayors Summit (picture alliance/dpa/S.Gutierrez)

In der Mitte die Vorsitzende der Städte-Vereinigung C40- Anne Hidalgo

Bei einem Klimaschutz-Treffen der Bürgermeister Dutzender Millionenstädte aus aller Welt in der mexikanischen Hauptstadt positionierten sich die Stadtoberhäupter der vier Metropolen als internationale Vorreiter bei der Verbesserung der Luftqualität in Ballungsräumen. Bis 2025 sollen Dieselfahrzeuge aus dem Stadtgebiet von Mexiko-Stadt, Paris, Athen und Madrid verbannt werden. Das kündigten die Bürgermeister in einer gemeinsamen Erklärung als ihren Beitrag zur Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes und zum Schutz der Gesundheit ihrer Bürger an.

"Vorreiter beim Klimaschutz"

Zudem soll zukünftig mehr Geld in den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und in Radwege investiert werden. Die vier Bürgermeister verpflichteten sich in ihrer Erklärung zudem, "alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um die Nutzung von Elektro- und Hybridautos voranzutreiben".

Die Städte seien die "Vorreiter beim Klimaschutz", müssten aber "rasch" handeln, forderte die Präsidentin der Städte-Vereinigung "Climate Leadership Group" (C40), die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Allein in Paris seien alljährlich rund 2500 Todesfälle auf Luftverschmutzung zurückzuführen. Der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Miguel Angel Mancera, sagte, Schritt für Schritt sollten auch im öffentlichen Busverkehr Dieselfahrzeuge durch umweltfreundliche Fahrzeuge ersetzt werden.

In Mexiko-Stadt hatten sich Bürgermeister aus den 40 Großstädten der C40 versammelt, um über ihren Beitrag zum Klimaschutz zu beraten. Sie arbeiten inzwischen eng mit über 80 weiteren Millionenstädten zusammen, darunter New York, Rio de Janeiro, Berlin, London und Hongkong, in denen zusammen rund 650 Millionen Menschen leben. Bei dem Treffen ging es um konkrete Maßnahmen, wie die verstärkte Nutzung von Fahrrädern oder den Einsatz von erneuerbaren Energien.

Laut einer von den Bürgermeistern in Auftrag gegebenen Studie wird ein Drittel des weltweiten Treibhausgas-Ausstoßes von den großen Städten verursacht. Bei ihrem Treffen legten die Stadtoberhäupter nun Empfehlungen vor, wie diese Emissionen um die Hälfte reduziert werden können. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, wären demnach in den kommenden vier Jahren Investitionen von 353 Milliarden Euro (375 Milliarden Dollar) notwendig.

qu/myk (dpa, afp, ape)