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Nordkorea

Vier weitere Nordkoreaner nach Mord an Kims Halbbruder im Visier der Ermittler

Der Mord am Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un beschäftigt weiter die Polizei in Malaysia. Der Kreis der Verdächtigen ist größer als anfangs vermutet.

Malaysia Presssekonferenz Mordfall Kim Jong Nam (Reuters/A. Perawongmetha )

Malaysias Polizei-Vize-Generalinspektor Noor Rashid Ibrahim

Die vier weiteren Verdächtigen seien Nordkoreaner im Alter von 33 bis 57 Jahren, erklärte Malaysias Polizei-Vizechef Noor Rashid Ibrahim. Es handele sich nicht um Diplomaten. Sie seien inzwischen alle außer Landes geflohen. Zudem würden drei weitere Nordkoreaner gesucht, von denen sich die Ermittler weitere Erkenntnisse in dem Fall erhoffen. Der malaysische Polizeivertreter wies auch Vorwürfe aus Nordkorea zurück, sein Land verschleppe die Ermittlungen. Die Regierung in Südkorea geht nach Angaben ihres Vereinigungsministeriums davon aus, dass Nordkorea für das mutmaßliche Attentat auf den Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verantwortlich ist. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte, man wolle weitere Ermittlungen der malaysischen Polizei zum Tod von Kim Jong Nam abwarten.

Kim Jong Nam wurde vergangenen Montag am Flughafen von Kuala Lumpur ermordet. Südkoreanischen Medien zufolge sprühten ihm die Täter Gift ins Gesicht, bevor er an Bord einer Maschine nach Macau gehen wollte. Vier Verdächtige wurden bereits festgenommen: ein 46-jähriger Nordkoreaner, eine 25-jährige Frau mit indonesischem Pass und ihr malaysischer Freund sowie eine 28-jährige Verdächtige mit vietnamesischem Pass.

Kim Jong Nam war der ältere Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.

Kim Jong Nam (picture-alliance/AP Photo/S. Kambayashi)

Kim Jong Uns Halbbruder Kim Jong Nam im Jahr 2001

Beide haben denselben Vater, den früheren Machthaber Kim Jong Il, aber unterschiedliche Mütter. In der nordkoreanischen Herrscherdynastie gab es bereits mehrfach Mordfälle im Thriller-Stil.

mas/hk (afp, ap, dpa, rtr)

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