1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Europa

Vier weitere Festnahmen in der Türkei

Die türkischen Behörden haben im Zusammenhang mit dem Selbstmordanschlag von Istanbul inzwischen fünf Personen verhaftet. Der Attentäter soll als Flüchtling ins Land gekommen sein.

Der Mann sei aber nicht als Terrorverdächtiger beobachtet worden, weil er auf keiner Gefährderliste gestanden habe, erklärte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Die Nachrichtenagentur DHA meldete unter Berufung auf die Polizei, bei seiner Registrierung als Flüchtling seien dem Attentäter namens Nabil Fadli am 5. Januar in Istanbul Fingerabdrücke abgenommen worden. Diese hätten nun dabei geholfen, den 27-Jährigen als Attentäter zu identifizieren. Fadli sei bei der Registrierung von vier Menschen begleitet worden, nach denen gefahndet werde.

Bei dem

Anschlag waren zehn deutsche Touristen getötet worden

. Sechs Verletzte würden noch in Krankenhäusern behandelt, sagte der Regierungschef. Bundesinnenminister Thomas de Maizière, der zu einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen

an den Bosporus gereist war,

betonte: "Nach bisherigem Ermittlungsstand liegen keine Hinweise darauf vor, dass der Anschlag gezielt gegen Deutsche gerichtet war."

Neue Verhaftungen

Die Zahl der im Zuge der Ermittlungen zum Anschlag Festgenommenen erhöhte sich nach Regierungsangaben auf fünf. Es sei zu vier weiteren Festnahmen gekommen, sagte Davutoglu. Ob es sich dabei um die vier Gesuchten handelt, ließ er offen. Nach Angaben von Innenminister Efkan Ala war ein erster Verdächtiger bereits Dienstagabend festgenommen worden.

Vorwürfe gegen Damaskus

Davutoglu sagte, die Verbindung des Attentäters zum sogenannten Islamischer Staat (IS) sei erwiesen. Er äußerte aber den Verdacht, dass andere "Akteure" der Terrormiliz als "Subunternehmer" für den Anschlag instrumentalisiert hätten. Wer das sein könnte, werde mit Hochdruck untersucht.

Der Regierungschef warf dem syrischen Regime außerdem vor, "auf schmutzige Weise" mit dem IS zusammenzuarbeiten. Er setzte das aber nicht in direkten Bezug zu dem Anschlag von Istanbul.

bor/uh (dpa, rtr)

Die Redaktion empfiehlt